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Nachrichten | Donnerstag, 05. Juli 18

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Monitor-Moderator Georg Restle. (Quelle WDR)
ARD-Magazin

Brennpunkt Passau: Flüchtlingsdebatte und Wirklichkeit

„Hintergrund statt Oberfläche“ hat "Monitor"-Moderator Georg Restle für seine ARD-Sendung versprochen, in der es um den niederbayerischen Grenzraum, um Flüchtlingsdebatte und Wirklichkeit geht.

Die TV-Leute haben Menschen an der Grenze, von der Stadt Passau bis nach Wegscheid, interviewt, um Seehofers und Söders Forderungen nach mehr Grenzkontrollen und Abschiebelagern ein wenig Realität gegenüberzustellen.

Im Beitrag werden diese Zahlen genannt: durchschnittlich 4 Aufgriffe täglich in Passau, 32 in Bayern; mindestens 629 Flüchtlinge sind im Juni im Mittelmeer ertrunken, Tausende vegetieren in 32 lybischen Gefängnissen, 600 verzweifeln in einem Transitlager in Niger, einer neuen vorgelagerten Grenze Europas; unbekannt ist die Zahl derjenigen, die auf neuen Schleichwegen durch die Wüste verdursten.

Das Sterben im Meer soll unsichtbar bleiben, der Tod in der Wüste ist es sowieso
"Aus den Augen, aus dem Sinn", nennt der Moderator Europas Politik. Eine Menschenrechtlerin klagt an: "Wir haben unsere Humanität verloren." Im Mittelmeer sind alle privaten Rettungsschiffe und ein Aufklärungsflugzeug aus dem Verkehr gezogen, die freiwilligen Helfer kriminalisiert worden. Ziel erreicht? Das Sterben im Meer, in der Wüste sowieso, bleibt für die Weltöffentlichkeit unsichtbar.

Wenn das Meer Kinderleichen ausspuckt, schreckt Europa kurz auf
Nach dem von Seehofer entfachten Asylstreit hat sich die Koalition auf die "Schließung der Mittelmeerroute" geeinigt. Wie das gehen soll, kann keiner erklären, denn Zäune auf dem Meer gibt es nicht. Hafenblockaden? Das Meer wird weiterhin Tote an die Strände spülen. Das abgestumpfte Europa schreckt kurz auf, wenn Kameraleute Kinderleichen zeigen.

Bayerns oberster Grenzpolizist: "Es gibt keine akuten Probleme"

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Der Grenzübergang Haibach bei Passau ist vom WDR-Team besucht worden. (Quelle: WDR)
Dagegen werden in Berlin und München Gespensterdebatten geführt, für mehr Grenzkontrollen, mehr Schutz vor "illegalen Migranten". Das Monitor-Team hat auch Söders Gründungsfeier der sogenannten neuen Passauer Grenzpolizeidirektion in Haidenhof-Nord besucht. "Es gibt keine akuten Probleme, aber es gibt Bereiche, wo man noch mehr tun könnte", versucht der neue oberste bayerische "Grenzpolizist" Alois Mannichl seine Installation zu rechtfertigen.

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Bäcker Georg Mandl kommt in "Monitor" zu Wort. Er hatte im Herbst 2015 die Migranten im Bahnhofszelt mit Backwaren versorgt. (Foto: Bürgerblick)
Vor die Kamera traten unter anderem Jürgen Dupper, der SPD-Oberbürgermeister, Willy Zahlheimer, der Bewohner eines ehemaligen Zollhauses an der Grenze, Georg Mandl, der ehemalige Brotlieferant für das Flüchtlingszelt am Hauptbahnhof … .

Hier zur Sendung.
 

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