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Nachrichten | Dienstag, 06. Februar 18

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Die Passauer CSU skizziert Pläne zu einer "Strandoase" am Dreiflusseck. (Quelle: CSU)
Neugestaltung Dreiflusseck

CSU-Träume von "Strandoase" versandet

Passau - Das Klohäuschen ist schon da, jetzt fehlt eigentlich nur noch ein Kiosk an der Ortspitze. Für den Getränkeausschank sieht es aber eher schlecht aus.

„Wahrscheinlich müssen wir das WC erweitern, weil es sauber zu klein ist“, hat der Passauer Oberbürgermeister in der Sitzung für Stadtentwicklung gelästert. Aber zum Glück sei noch ein wenig Beton angerührt. So verspottete er die Kritiker des Betonklotzes, des Örtchens, das die Stadt im Alleingang neben alter Stadtmauer und Wasserburg „Schloss Ort“ gepflanzt hat. (Wie die Denkmalpflege dazu wirklich stand, lesen Sie im aktuellen Magazin Bürgerblick Nr. 112/ Februar).

Es ist in der heutigen Sitzung um die Neugestaltung der Ortspitze gegangen, zu der die CSU große Pläne hat. Sie schwärmt laut Antrag von einer „Strandoase“, womit im Wortsinn eine Wasserstelle in der Wüste gemeint wäre, in der man sich sonnen kann. Tatsächlich gemeint ist kein Sandstrand, sondern Sitzstufen aus Beton. Logisch: An diesem Passauer Ufer kann nur bestehen, was einem Gebirgsfluss trotzt.

Eine Liegestuhlfläche und ein mobiler Kiosk wären weitere Bestandteile des CSU-Wunschkonzertes. Für den Getränkeausschank gäbe es Interessenten, die allerdings nicht namentlich genannt werden wollten, heißt es. Und: Das Konzept, eine neue Gesamtplanung der Fläche, würde auf jeden Fall das „Naturerleben“ steigern. Der CSU-Fraktionsvorsitzende hatte auch gleich das richtige Förderprogramm des Bundes im Auge, mit dem sich ein Millionenpaket zur Umgestaltung mit 60 Prozent Förderung schnüren ließe: "Blaues Band Deutschland".

Zu teuer, nicht nötig, die Ortspitze sei attraktiv genug, sagten die Gegner. Sie befürchten, dass der Platz für Flaschensammler danach attraktiver werden könnte als für Naturerlebnissuchende. Der diplomatische Vorschlag des Oberbürgermeisters ist schießlich einstimmig angenommen worden: Die betonierte dreistufige Sitzfläche und die Verschwenkung des Uferwegs solle die Verwaltung „vertieft untersuchen“, eine neue Gesamtplanung mit Kiosk jedoch bleibe außen vor.

 

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