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Nachrichten | Mittwoch, 13. Juni 18

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OB Dupper mit roter Weste, Brauereidirektor Ring im hellgrünen Janker, Veranstalter Hofmann mit grauer Weste, Volksmusikpflegerin Gruber im Dirndl, Braumeister Schröder mit Brille und Zeltmeister Kieslinger mit Hut stoßen auf die "Oide Dult" an. (Foto: me
Ursprüngliches Volksfest

Die alte Dult ist wieder da

Wenn an einem Mittwoch mittags bei Regen ein 600-Personen-Bierzelt bummvoll ist, dann muss dieses Volksfest etwas Besonderes sein: In Passau hat die alte Dult auf dem Kleinen Exerzierplatz begonnen.

Mit drei Schlägen hat Oberbürgermeister Jürgen Dupper das erste Fässchen angeschlagen. Er nannte Till Hofmann, der das fünftägige Volksfest im Vorjahr aus der Taufe gehoben hat, den „Irrwisch unter den Veranstaltern“. Mit Blick auf das Wetter sprach er von einer „Premiere im Regen“. Die erste alte Dult hatte bei strahlendem Sonnenschein begonnen. Der Auftakt sei ein „legendärer Erfolg“ gewesen.

Blasmusik vom Patenkind
Nostalgische Fahrgeschäfte, Blasmusik ohne Lautsprecher, Bier aus Steinkrügen und ein lauschiger Biergarten unter 33 Platanen zeichnen die alte Dult aus. Der Haydn Sepp, Installateurmeister und Neustifter Stadtrat, hat mit seiner Truppe den Pemperlprater wieder aufgebaut, ein fast 200 Jahre altes Karussell mit Holzpferdchen und Ringelstechen. Vor dem Nikolakloster reihen sich Wurst- und Käsestände, Fisch- und Ochsenbraterei. Ausgeschenkt wird Bier der Löwenbrauerei, die ihren Sitz auf dem westlich angrenzenden 30 Meter hohen Spitzberg hat. Die Maß kostet 7,40 Euro. Zum Eröffnungstag gab es Musik von einem Patenkind, die Stadtkapelle von Pocking spielte auf. Als dieser Rottaler Ort 1971 zur Stadt erhoben worden ist, übernahm Passau die Patenschaft.

Tanz zum Sonnenaufgang

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Den Anzapfer Dupper beobachten (v.l.) Vizelandrat Kneidinger, Stadträte Fischer und Rother und Brauereidirektor Ring. Ins Publikum lächeln Volksmusikpflegerin Gruber und Veranstalter Hofmann. (Foto: mediendenk)
Wiederbelebt wird am Sonntag auf einem vor dem Zelt errichteten Tanzboden eine Tradition aus den 19. Jahrhundert: der Kocherlball. Um 6 Uhr früh treffen sich all diejenigen zum Tanz, die normalerweise arbeiten müssen, wenn die anderen feiern. Kellnerinnen und Kellner, Barmänner und Köchinnen. Die ideale Veranstaltung für Frühaufsteher und Spätheimkehrer, warb der Oberbürgermeister.

Pankraz von Freyberg, der ehemalige Festspielintendant der „Europäischen Wochen“, hat den Kocherlball 1989 zur 200-Jahr-Feier des Englischen Gartens in München wieder eingeführt. Die städtische Volksmusikpflegerin Kathi Gruber, Wirtin in Eichet, richtete einen Kocherlball vorigen August zum ersten Mal auf dem Rathausplatz aus. „Kocherl“ wurde früher das Hausgesinde, insbesondere das Küchenpersonal, genannt.

Löwenbrauereidirektor Helmut Ring holte sich nach dem Anstich Rossknacker und Brezn beim Stand vom Grubweger Pferdemetzger Hans Mehringer. Die größte Küche dieses Volksfestes hat Biokoch Moritz Fliegerbauer vom Stelzlhof in seiner Hütte aufgebaut. Sein Vater Charly Fliegerbauer hatte vor 25 Jahren mit Veranstalter Hofmann die Idee geboren, ein gemütliches Volksfest in ursprünglicher Form in der Stadt neu zu etablieren.

Unter den Eröffnungsgästen gesichtet: Vizelandrat Raimund Kneidinger, dritte Bürgermeisterin Erika Träger, Vizebürgermeister Urban Mangold, der für den Anstich zu spät kam.

Video
"Wo ist der Till?", rief vor dem Anstich der Oberbürgermeister nach der Hauptfigur. Den klassischen Dreierschlag ließ sich Dupper nicht nehmen, während Brauereidirektor Ring schon nach dem zweiten signalisierte, dass es reicht: "O´zapft is!"

O´zapft is! Alte Dult 2018 from Bürgerblick on Vimeo.

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20. August 2018
 
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