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Nachrichten | Montag, 10. Februar 20

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Der niederösterreichische Architekt Thomas Tauber stellt seine Entwürfe vor. (Foto: mediendenk)
Umstrittener Eingriff

Flutmauer Innpromenade: Planungen werden fortgesetzt

Die Passauer Stadträte habe mit der Mehrheit der Vertreter von CSU, SPD und Freie Wähler beschlossen, dass die Planungen für eine Hochwassermauer an der Innpromenade weitergehen. In einer anschließenden Bürgerversammlung mit 250 Teilnehmern prallten die Meinungen aufeinander.

Der niederösterreichische Architekt Thomas Tauber, Sieger eines vorangegangenen Wettbewerbs, hat in zwei Filmanimationen seine Lösungen vorgestellt.   

Die Darstellungen hatten zwei politische Kontrahenten zuversichtlich gestimmt, dass eine Umsetzung denkbar wäre: SPD-Oberbürgermeister Jürgen Dupper und seinen Herausforderer, CSU-OB-Kandidat Georg Steiner. Strikte Gegner sind: Vertreter von ÖDP, Grüne und Passauer Liste.

Bei der Bürgerversammlung im Großen Redoutensaal erhielten kritische Stimmen den größeren Applaus. In die Waagschalen fielen: Aufwand, Kosten und Eingriff ins Stadtbild auf der einen Seite, der tatsächliche Schutz, die Alternativen durch individuelle Einbauten und Versicherung, die mögliche Schadensminderung auf der anderen Seite.

Ein Vertreter des Wasserwirtschaftsamtes sagte auf Nachfrage, es sei zum jetzigen Zeitpunkt nicht seriös, zu den tatsächlichen Baukosten ein Summe zu nennen. Ursprünglich sind zehn Millionen Euro veranschlagt. Die Kosten-Nutzen-Rechnung müsse, wenn alle Details bekannt sind, neu gestellt werden.

Architekt Tauber erhielt böse Zwischenrufe, weil er vom Ist-Zustand der Promenade triste Bilder mit kahlen Bäumen zeigte, diese seinen Entwürfen mit viel frühlingsfrischem Grün gegenüberstellte. Gewünschte Manipulation? „Ich war nur im Winter da“, entschuldigte er sich. Überdies sagte er, die Promenade werde durch seinen Hochwasserumbau schöner, besser nutzbar werden. Damit stieß er auf wenig Gegenliebe.

Ist die Animation glaubwürdig? Laut Vorgaben muss ausgeschlossen werden, das umfallende Bäume die mobilen Elemente beschädigt können. Die alten Alleebäume - und mögliche Neupflanzungen – säumen in Taubers Filmillusion die Mauer gefühlt in geringerem Abstand.

Die Filmanimationen werden für alle sichtbar in Kürze von der Stadt ins Netz gestellt.

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