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Nachrichten | Dienstag, 24. Juli 18

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Der Fluss als Lebensader, seine Ufer als Erholungszone, ein gefährdetes Idyll. (Foto: Tobias Köhler)
Mauern, die spalten

Hundert Einwände gegen den Halser Hochwasserschutz

Die Computeranimationen zum geplanten Hochwasserschutz am westlichen Ilzufer in Passau-Hals haben die Bürger aufgeschreckt: Die Zahl der Beschwerden und Einwände, die zu den im Rathaus ausgelegten Plänen eingingen, liegt im dreistelligen Bereich. Morgen läuft die Frist für die Eingaben ab.

Wie es weitergeht mit Hals?

In der Rückblende zählte Oberbürgermeister die bisherige Bürgerbeteiligung auf: Drei Bürgerversammlungen habe es beim Halser Wirt gegeben, zwei Besprechungen mit den Bürgern des gegenüber liegenden Ufers. Vier Termine sind es bis zum möglichen Spatenstich:

  • Ende September wird es eine Bürgerversammlung in größerem Rahmen geben, in der alle Einwände aufbereitet und abgewogen werden.
  • Der Stadtrat gibt in der Sitzung am 8. Oktober seine Stellungnahme ab.
  • Es folgt der Erörterungstermin zum abschließenden Gutachten des Wasserwirtschaftsamtes.
  • Der Stadtrat würde danach die Planung genehmigen, der sogenannte Planfeststellungsbeschluss.

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Der Hochwasserschutz trennt mit einer Mauer die Siedlung vom Fluss, raubt dem Ort eine baumbewachsene Uferpromenade. (Quelle: Binder-CAD)
Eine Meinungsumfrage der Stadt zum Halser Hochwasserschutz ist offenbar unglücklich gelaufen. Der Halser Stadtrat Paul Kastner berichtete in der Stadtratssitzung über Unmut im Ort, von einer „Zweiklassengesellschaft“ werde gesprochen. Das Rathaus hatte sein Rundschreiben in der Anrede an die „Betroffenen des Hochwassersschutzes“ gerichtet, aber ausschließlich die Hausbesitzer angeschrieben, die vom Schutz profitieren würden. Vom Hochwasserschutz betroffen fühlten sich aber alle, die damit leben müssen, sagte Kastner. Das habe „böses Blut“ gegeben.

8-Millionen-Projekt für Lindau
Der Hochwasserschutz am Donauufer in der Lindau, zwischen Kräutlsteinbrücke und Sulzsteg, steht vor dem Ende der Planungsphase: Um keine Zeit zu verlieren, hat der Oberbürgermeister den Stadtratsferienausschuss beauftragt, bei seiner Sitzung am 27. August die Pläne zu genehmigen. Es ist mit geschätzten 8,1 Millionen Euro nach der „Innpromenade“ das zweitteuerste Passauer Hochwasserprojekt. Eine Schutzmauer über einen Kilometer, bis drei Meter hoch, vier Pumpwerke. Geschützt wird vor allem die Zahnradfabrik, die im flussaufwärts anschließenden Uferbereich bereits 5 Millionen Euro investiert hat.

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11. Dezember 2018
 
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