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Nachrichten | Donnerstag, 15. November 18

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Rosemarie Weber rückt in den Mittelpunkt, an die Stelle des ehemaligen Intendanten. PR-Agenturmann Gerhard (Brille), Schriftführer Brunner (grauer Anzug) und Schatzmeister Kratzer hören konzentriert zu. (Foto: Tobias Köhler)
Europäische Wochen

Passauer Festspiele in Übergangsphase

Der Verein „Europäische Wochen“ hat „ausgewählte Höhepunkte“ der Festspiele 2019 präsentiert - erstmals in seinem 67-jährigen Bestehen ohne Intendanten. Ein „hochkarätiges, europäisch ausgerichtetes Programm“, verspricht der künstlerische Leiter Carsten Gerhard.

Im Impressum der zehnseitigen Broschüre wird Gerhard, ein Münchner PR-Agenturleiter, an siebter Stelle nach der Vereinsvorsitzenden Rosemarie Weber, deren Stellvertreter, den Ehrenmitgliedern und dem Schatzmeister aufgeführt. Er soll die Zeit überbrücken, bis die Intendantenstelle neu ausgeschrieben und besetzt ist.

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Festspielleiterin und Vereinsvorsitzende: Rosemarie Weber präsentiert die Programmbroschüre mit dem Auge, Symbol für "Europa im Blick." (Foto: Tobias Köhler)
Neun Veranstaltungen sind als „ausgewählte Höhepunkte“ angekündigt. Als Besonderheit eine hauseigene Produktion, die Rekonstruktion des ersten Konzertes, das Beethoven als Veranstalter im April 1800 im Wiener Burgtheater gegeben habe. Mit der Sopranistin Julia Lezhneva, den Regensburger Domspatzen, dem Geiger Frank Peter Zimmermann, der Amsterdam Sinfonietta und dem Gitarristen Pablo Sainz Villegas würden auch wieder „Weltstars der Musikszene“ nach Passau kommen, hieß es bei der Pressekonferenz. Den Vereinsmitgliedern ist das Programm am Abend in der Heiliggeistkirche präsentiert worden.

40 Veranstaltungen sind geplant. Das gesamte Programm, das unter dem Motto "Europa im Blick" zusammengefasst ist, werde allerdings erst Anfang des nächsten Jahres vorgestellt, erklärte Weber. Die Finanzen seien wieder geordnet, betonte sie. Ein Seitenhieb auf den ehemaligen Intendanten Thomas E. Bauer, der die „Europäischen Wochen“ angeblich in Schieflage gebracht hatte und kurzfristig abgesetzt worden war.

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PNP-Feuilletonchef Raimund Meisenberger hält mit seinem Flachrechner die Programmpressekonferenz der "Europäischen Wochen" fest.
Kritiker befürchten, dass die Festspiele ohne Intendanten abgewertet und weniger attraktiv für Sponsoren sein könnten. Die Festspiele befinden sich in einer Umstrukturierung. Es ist seit Jahren davon die Rede, sie auf die Grundpfeiler einer gemeinnützigen Gesellschaft zu stellen.

Tom Altvater

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