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Nachrichten | Mittwoch, 28. November 18

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Bei frostigen vier Grad ließ sich das Publikum am Eröffnungstag den ersten Glühwein auf dem Christkindlmarkt am Domplatz schmecken. (Foto: mediendenk)
Passauer Christkindlmarkt

Poetische Momente und katholische Trinksprüche

Oberbürgermeister Jürgen Dupper hat heute Nachmittag den Passauer Christkindlmarkt am Domplatz eröffnet. Eine Einlage, die das Publikum amüsierte, lieferte bei der Eröffnungsrede der Vertreter des Bischofs. "Trinkfest und arbeitsscheu, aber der Kirche treu!", zitierte Generalvikar Klaus Metzl einen katholischen Trinkspruch aus dem Rheinland. Danach ließen sich die Festgäste den Freiglühwein gefühlt unbeschwerter schmecken.

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Zum Christkindlmarkt schmückt Lichterglanz selbst die mit Wandschmierereien verunstaltete Carlonegasse. Sie ist der kürzeste Weg vom südlichen Neumarkt zum Domplatz. (Foto: mediendenk)
Man setzt den Schwerpunkt im Programm heuer auf „poetische Momente“. Himmlische Figuren aus Eisblöcken wird Christian Stabner aus Nußdorf am Inn mit seiner Motorsäge schnitzen; der gelernte Koch hat mit Schauobjekten am Büffet aus Butter und Gemüse sein Talent entdeckt. Märchenhafte Figuren erweckt Ingrid Irrlicht zum Leben, eine Münchner Pantomimin und Tänzerin. Die 60 Programmpunkte beinhalten zudem festliche und feierliche Konzerte.

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Zwei Männer mit Hut pflegen angeregten Gedankenaustausch beim Glühwein: Landrat Franz Meyer und der einen halben Kopf größere Generalvikar Klaus Metzl. (Foto: mediendenk)
Aus dem Programm gestrichen wurden Perchten. So nennen sich die Brauchtumsgeschöpfe, die in den Rauhnächten zwischen Heiligabend und Dreikönigstag die bösen Geister des alten Jahres vertreiben sollen. In den letzten Jahren haben sich die Perchtengruppen im Passauer Land vermehrt;  sie treten allerorten und zu Unzeiten auf: bei Faschingsumzügen, an Halloween, am Nikolaustag, als Touristenattraktion auf Adventsmärkten. Beschwerden von Zuschauern am Christkindlmarkt haben diese Entscheidung gefördert. Fackeln und Pyrotechnik drohten, im dichten Gedränge Kunststoffjacken anzusengen, von den Schreckgestalten fühlten sich Kinder verängstigt und Frauen belästigt, erklärt ein Sprecher der Stadt.

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