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Report | Freitag, 22. September 17

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Motiv aus der Schaffensreihe "Boterosutra". In Deutschland erstmals zu sehen im Museum Moderner Kunst in Passau von 30. September bis 26. November.
Botero-Premiere in Passau

Sinnliche Fülle in Form und Farbe


Seine „Dicken“ schmücken viele Plätze und Museen der Welt oder hängen als farben- und formenprächtige Gemälde in Galerien. Aufsehen erregte seine Interpretation von Leonardo da Vincis „Mona Lisa“. Fernando Botero, geboren 1932 in Medellín in Kolumbien, gilt als der bekannteste Maler und Bildhauer Südamerikas. Manche Kunstkritiker schreiben ihm satirische Ansätze zu, wenn er sein Thema, der Mensch und seine Sinnlichkeit, überzeichnet.

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Boteros Interpretation der Mona Lisa.
In Passau erlebt Boteros Alterswerk eine Deutschlandpremiere: Zum ersten Mal ist sein Zyklus aus 70 erotischen Bildern und Skulpturen zu sehen, die der damals 80-Jährige 2013 geschaffen hat. Ein Buch, das ihm ein Freund geschenkt hat, gab ihm den Anstoß: „Die Liebeskunst des Kamasutra.“ Selbstironisch nennt er seine Kunstreihe „Boterosutra“.

Vernissage mit Boteros Sohn

Als Ehrengast bei der Vernissage im Museum Moderner Kunst hat Leiterin Jospehine Gabler den Sohn des Künstlers, Ferndando Botero jun., angesagt. Als Sponsoren und Förderer treten ans Rednerpult PNP-Altverlegerin Angelika Diekmann („Menschen in Europa“), Kultusstaatsekretär Bernd Sibler und Generaldirektor Franz Gasselsberger von der österreichischen Oberbank.  

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Der kolumbianische Künstler Fernando Botero, Jahrgang 1939. (PR-Foto: Universal Cultura)
„Meine Absicht bestand nicht darin, ein Handbuch für den Liebesverkehr zu liefern, sondern mit Hilfe subtilen Modellierens Kunst hervorzubringen. Die Rhythmik der Linienführung und die Leuchtkraft der Formen, die sich mit einem Minimum an Schatten begnügten, sollten die Vorstellung von Volumen und Sensualität hervorbringen“, wird der Künstler in einer Pressemitteilung zitiert.

Das Kamasutra, „Das Lehrbuch der Liebeskunst“, stammt vermutlich von dem indischen Autor und Tempelschüler Mallanaga Vatsyayana aus der Zeit um 200 bis 300 nach Christus. Boteros Arbeiten sind keine Illustrierung des indischen Traktats. Vielmehr sind es Variationen der Beziehung von Mann und Frau, Variationen von Liebe und Erotik. Zu sehen sind Werke auf Papier in Mischtechnik, Ölgemälde auf Leinwand und Skulpturen. 

Museum Moderner Kunst: Öffnungszeiten.

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