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Hintergrund | Dienstag, 03. Oktober 17

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Leben am Fluss: Die schwarzen Uferzonen sind die längsten, von unseren Vorfahren zubetoniert für Verkehr und Hochwasserschutz. Ausgerechnet dort, wo sich die sonnigsten Strände und schönsten Flussvergnügen hätten anlegen lassen. (Grafik: Stadt Passau
Leben am Fluss

Das Schwarze wird ausgeblendet

Die Stadt Passau hat eine Karte herausgebracht, die veranschaulichen soll, wo die Bürger die Flüsse genießen können: Welche Uferzonen geplant sind, was bereits umgesetzt wurde, was problematisch ist, weil es im Überschwemmungsgebiet liegt. Aber die Karte ist nur die halbe Wahrheit, deshalb haben wir sie um eine schwarze Zone ergänzt.

Die Karte mit der Überschrift „Entspannungszonen an den Flüssen“, gemeint sind Erholungszonen, soll eine Rechtfertigung der roten Rathausregierung gegen die schwarzen Kritiker sein, die ihr wie so oft Untätigkeit vorwerfen. Sie vermissen einen  Strand, der mit Gastronomie das Leben am Fluss bereichert.

Diejenige Partei, die heute am lautesten nach Müßiggang und Leben am Fluss schreit, hat verschuldet, dass die schönsten Flussstrände in den letzten Jahrzehnten verschwunden sind. Zur Erinnerung, wie falsche Rathauspolitik Passau zerstört hat, haben wir diese Flussbereiche schwarz eingezeichnet: Donau und Ilz wurden zubetoniert, damit der Verkehr fließen kann und Häuser trocken bleiben.

Das schönste Passauer Ufer liegt übrigens dort, wo am nördlichen Donauufer eine vierspurige Stadtautobahn verläuft: der Anger. Von der Sonne verwöhnt, mit Ausblick auf Altstadt und Kloster Mariahilf, im Rücken ein Natur- und Vogelparadies, die Oberhauserleiten. HIer wäre der beste Platz für eine lebendige Strandzone, für ein Leben am Fluss gewesen.

Es gilt die Ärmel hochzukrempeln und in die Zukunft zu schauen. Die Kräfte in parteipolitischen Auseinandersetzungen zu vergeuden, bringt Passau nicht weiter.

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