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Meinung | Donnerstag, 30. Januar 20

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OB-Kandidat Georg Steiner ließ sich von einer Heimatbrauerei ein eigenes Wahlbier brauen: britische Rezeptur, lange haltbar. (Bildschirmfoto: Steiner2020)
Wahlwerbung als Gastromagazin

Sechs Gänge mit Steiner

In der Gestalt eines Gastromagazins kommt eine digitale Wahlkampfbroschüre für den Passauer CSU-OB- Kandidaten Georg Steiner daher.

„Alle für Steiner. Steiner für alle“, lautet die Schlagzeile unter dem Titel „Machen!“ Steiner nimmt den Leser mit auf einen Kaffee und serviert ihm ein Sechs-Gänge-Menü. Er verbindet jeden Gang mit einem lokalpolitischen Thema.

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"Zu viel rote Soße". Mit Motiven der Kulinarik gegen das rote Rathaus. (Quelle: Steiner2020)
Ein italienisches Maisgrießgericht muss beispielsweise dafür herhalten, die Verkehrsprobleme von Passau zu veranschaulichen. Polenta-Stau auf dem Teller. Warum? „Zu viel rote Sauce“, diagnostiziert Küchenchef Steiner und meint damit die „Bremser“ im SPD-Rathaus.

Die Sprüche sind teilweise etwas flach. „Liebe geht durch den Magen.“ Aber die Seiten sind pfiffig und ansprechend gestaltet. Die Macher, die Fotografen, Texter und Grafiker, wollen sich namentlich nicht zu erkennen geben. Im Impressum steht nur einer: Steiner.

Privates wird auch ausgepackt. Steiner verrät, was sich in seiner Handtasche verbirgt. Ja, er sei neidisch auf die große Auswahl an Handtaschenmodellen für Frauen, seine Herrentasche nennt er eine „ausgelagerte Festplatte“, die er stets mitführt: Organspendeausweis, Lottoschein, Notizblock. Denn in Gesellschaft schreibe er Ideen und Notizen lieber auf Papier statt ins Handy zu tippen.

Die Sponsoren zeigen sich in den Inseraten: Parteikollegen, die Autohäuser, Reisebüros oder Wirtshäuser führen, der „Bund des Selbstständigen“, bei denen Steiner Ehrenvorsitzender ist.

„Es wird noch viele unabhängige Einzelaktionen unserer Kandidaten geben“, sagt CSU-Kreisvorsitzender Holm Putzke, danach gefragt, was er vom Alleingang der „fünf Freunde“, eine CSU-Wahlkampfgruppe rund um Armin Dickl halte. Fraktionsvorsitzender Dickl hatte als ursprünglich angesagter OB-Kandidat nach einer Mitgliederabstimmung Steiner den Vortritt geben müssen.

 „Iss, trink, gehe wählen!“, heißt es auf der letzten Seite des Steinerstücks. Es empfiehlt sich die umgekehrte Reihenfolge. Nüchtern wählen, dann essen und trinken, damit sich jedwedes Wahlergebnis am Abend gut verkraften lässt.

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06:44
Freitag
21. Februar 2020
 
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Karin Rabhansl
 
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20:00 Uhr | 25 Euro

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