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Nachrichten | Montag, 23. November 15

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Pressegespräch in der "Alten Stube" : Thomas Andorfer, Inhaber der gleichnamigen Weißbierbrauerei, zwischen neuen Geschäftspartnern, Löwenbrauerei-Chef Dr. Ring (rechts) und dessen Braumeister Schröder.
Neue Geschäftspartner

Andorfer lehnt sich an Löwenbrauerei an

Die wichtigste Nachricht des Tages für die Passauer Weißbierfreunde: Die kleine Familienbrauerei Andorfer auf der Ries sichert mithilfe der Löwenbrauerei auf dem Spitzberg ihre Zukunft. Sie mietet die Anlagen des neuen Geschäftspartners für die Produktion des Flaschenbieres. Das Fassbier wird zunächst weiter im eigenen Haus gebraut.

In Sudhaus und Abfüllanlage, beides in die Jahre gekommen, zu investieren, rechne sich nicht mehr, erklärt Thomas Andorfer, Inhaber des Familienbetriebs. Deshalb sei er auf die Löwenbrauerei zugegangen. Die Abfüllung auszulagern, habe er schon lange überlegt. Abfüllanlagen sind der kostspieligste Baustein einer Brauerei. Eine gemeinsame Nutzung macht Sinn. Andorfer geht einen Schritt weiter und nutzt auch die moderne Technik des neuen Geschäftspartners, um seine vier Weißbiersorten zu brauen: leichtes Weißbier, normales, dunkles und das extrastarke, den sogenannten Doppelbock.

Alte Rezepte, neue Technik
Wichtig ist Biertrinkern, in Bayern bekanntlich sehr kritische Konsumenten, dass der typische Geschmack unverfälscht bleibt. Die Herausforderung muss man sich etwa so vorstellen: Ein altes Familienrezept, das in der gusseisernen Pfanne auf einem Holzofen gekocht wurde, wird fortan in einer Edelstahlpfanne auf dem Induktionsherd zubereitet. Wenn der alte Koch die neue Technik beherrscht und die Zutaten die selben bleiben, wird die Umstellung glücken. Die beiden Braumeister, Thomas Andorfer und Markus Schröder von der Löwenbrauerei, haben in den letzten Wochen geübt und Erfahrungen gesammelt. Sind sind mit dem Ergebnis zufrieden. Bier besteht zu etwa 93 Prozent aus Wasser, auch dieser Grundstoff verändert sich nicht. Beide Brauerei bedienen sich derselben Quelle, dem Trinkwasser der Stadtwerke. 

Mit einer kleinen Pressekonferenz bei Weißbier, Weißwurst und Brezen in der „Alten Stube“ der Brauereigaststätte Andorfer sind die neuen Geschäftspartner heute an die Öffentlichkeit gegangen. Es sei wichtig, Gerüchten vorzubeugen. Wenn auf dem Hügel der Löwenbrauerei sich neuerdings auch Kästen der Marke Andorfer stapeln, dann bedeutet das eben nicht: „Die Löwenbrauerei hat Andorfer geschluckt“. Andorfer bleibt ein selbstständiges Familienunternehmen mit teilweise ausgelagerter Produktionsstätte. Im Gegensatz dazu gab es 2013 eine echte Brauereifusion: Die bischöfliche Brauerei Hacklberg verleibte sich die Marke Innstadt ein.

Andorfer erweitert Vertriebsnetz
Die Kooperation ist für beide Seiten ein Gewinn: Die Löwenbrauerei kann ihre Anlagen besser auslasten, Andorfer am größeren Vertriebsnetz profitieren. Fassbier für den Eigenbedarf der Weißbiergaststätte „Andorfer“ wird weiterhin auf der Ries produziert. Zumindest bis das altersschwache Sudhaus stillgelegt werden muss, das wird in spätestens zwei Jahren sein.

Thomas Andorfer betreibt die Weißbierbrauerei in vierter Generation (seit 1919). Die Löwenbrauerei wurde 1874 von Franz Stockbauer gegründet und später in eine Aktiengesellschaft umgewandelt.

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