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Nachrichten | Montag, 13. Mai 19

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Winterhafen Racklau, Peschl-Areal, Poststeg. (Grafik: maphub/mediendenk)
Stadtentwicklung

Peschl-Areal: Hotel statt Wohnraum

Passau - Im Stadtentwicklungsausschuss ging es heute um drei Problemräume.

Das 21.500 Quadratmeter große Gelände der ehemaligen Peschl-Brauerei ist seit dreieinhalb Jahren zum Spielball von Immobilienspekulanten geworden. Es wurde gekauft, weitergereicht, geplant und umgeplant. Heute gab im Stadtentwicklungsausschuss ein Vertreter der Verwaltung bekannt, dass die genehmigten Pläne über eine Wohnanlage mit Gewerbe verworfen sind. Der aktuelle Eigentümer, eine börsennotierte Immobilienbeteiligungsgesellschaft, eine Hotelanlage offensichtlich profitabler sieht. Wie sich die Änderung auf die Verkehrssituation auswirkt, soll nun ein neues Gutachten klären, dass der Stadtrat einstimmig in Auftrag gab.

Bahnhofsviertel: Weitere Videoüberwachung?

Oberbürgermeister Dupper spielt offenbar mit dem Gedanken, am Aufzug zum Poststeg im Bahnhofsviertel einen weiteren videoüberwachten Bereich zu schaffen. Es soll dem verwahrlosten Zustand entgegenwirken, den manche Stadträte hier sehen. Sie sprechen von Wandschmierereien, Vermüllung und Uringeruch. Für die „gefühlte Sicherheit“ ist zum Jahreswechsel eine kostspielige Videoüberwachungsanlage am kleinen Exerzierplatz in Betrieb genommen worden. Sie soll im Park Trunkenbolde und Kleinkriminelle, die hier mit Marihuana dealen, verscheuchen.

Flächennutzplan für Hafen Racklau auf Eis gelegt

Der Winterhafen Racklau, eine siebenhundert Meter lange und bis zu achtzig Meter breite Halbinsel in der Donau, ist ein trostloser Ort geworden: hinter Bauzäunen parken ein Reiseunternehmer seine Busse und ein Diesellieferant seine Tankwagen – ab und an legen Kreuzfahrtschiffe an. Hotel- und Empfangsterminal für Schiffe, Konzerthaus und Hausboote – es mangelt nicht an kreativen Ideen diese Brachfläche zu entwickeln. Die CSU-Fraktion hat mit einem Antrag auf einen städtebaulichen Wettbewerb einen neuen Vorstoß versucht, um die Tatenlosigkeit des Oberbürgermeisters vorzuführen. Dieser stellte klar, dass ihm die Hände gebunden seien. Die Grundstückseigentümer, die staatliche Gesellschaft Bayernhafen und die Deutsche Bahn zeigten keine Bereitschaft, Flächen zur Verfügung zu stellen.

 

pl/cp

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