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Report | Donnerstag, 05. Dezember 19

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Bühnenpräsenz, Klavierspiel, kritische Texte: Beilgewinnerin Lucy van Kuhl. (Foto: Tobias Köhler/ mediendenk)
Scharfrichterhaus

Das große Beil geht an: stark, weiblich, blond

„Sie kann Klavier und Deutsch“, hatte Moderator Holger Paetz die Nummer 4 des Abends angekündigt. Beides zutreffend und mitreißend. Bereits beim ersten Griff in die Klaviatur, das schulterlange blonde Haar lässig hinters rechte Ohr geklemmt, bewies die studierte Germanistin und klassische Pianistin die stärkste Bühnenpräsenz aller sechs Bewerber.

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Blonde Frau, scharfes Beil: Gewinnerin Corinna Fuhrmann alias Lucy van Kuhl. (Foto: Tobias Köhler/ mediendenk)
Lucy van Kuhl, die im richtigen Leben Corinna Fuhrmann heißt, haut in die Tasten und singt davon, dass auch Koffer Gefühle haben; harte Schale, verletzliches Innenfutter, Rendesvouz im Zugabteil. Die 36-Jährige hält dem Überangebot den Spiegel vor: Die nummerierten 200 verschiedenen Gerichte auf der Speisekarte beim Inder, die vielen Typen auf Tinder. „Zu viel Auswahl! Fühle mich als wäre ich bekifft“, singt sie und wünscht sich im passenden Reim dazu eine App, „die für mich Entscheidungen trifft.“ Ihr Fazit: "Weniger ist mehr."

„Sehr tolle Präsentation, inhaltlich könnte noch etwas mehr in den Koffer“, verliest der Moderator nach der Beilübergabe die Anmerkung der Jury. „Das ist in 20 Minuten schwer“, entschuldigt sie sich beim Publikum. Auf einer Kreuzfahrt hat die Kölnerin ihren Förderer kennengelernt, Konstantin Wecker. Er nahm sie unter Vertrag.

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Musikkabarett überwiegt: Kandidat Mathias Kellner mit Gitarre. (Foto: Tobias Köhler/ mediendenk)
Lieder über die Liebe bestimmen den Abend. Sie singt, dass es früher, beim billligen Wein viel leidenschaftlicher war, es genügten die Sterne am Firmament. Heute müsse es ein Sterne-Restaurant sein. Sie wünscht sich „Küsse ohne Kaviar, Liebe ohne Lachstatar, Träume ohne Trüffelöl.“

Berührt hat auch der Straubinger Mathias Kellner, ein Melancholiker an der Gitarre, mit dem Lied über Sabine, seine erste Jugendliebe. Ein Spruch hat der Jury besonders gefallen, der Ratschlag seiner pubertierenden Freunde, sich Sabine aus dem Kopf zu schlagen: „Des daschiabsd Du ned, wos de dabremst!“

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Mundartkabarett bei Brot, Bier und Speck: der Mühlviertler Dietmar Ebenhofer alias Didi Sommer. (Foto: Tobias Köhler/ mediendenk)
Dietmar Ebenhofer aus dem Mühlviertel, der uns bei Speck und Bier weismachen will, dass in Antibiotika auch „bio“ steckt und der in einem Dorf wohnt, wo ein Gourmet-Pfarrer sich Knoblauch auf die Hostien schmiert, ist der Publikumsliebling gewesen und landet auf Platz 2, mittleres Beil.

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Samstag
18. Januar 2020
 
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Das Land des Lächelns
 

Operette von Franz Lehár aus dem Jahre 1929. Es geht um eine österreichisch-chinesische Liebe – und deren Herausforderungen.


19:30 Uhr | ab 8,50 Euro
SCHARFRICHTERHAUS
Flüsterzweieck
 
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Zweiter Passau-Auftritt für die Grazerin Ulrike Haidacher (rechts im Bild): Am Vorabend mit dem ersten Soloprogramm, nun wie gewohnt im Duo mit Antonia Stabinger.


20:00 Uhr | 25 Euro, ermäßigt 12 Euro
ST. ANTON
Von Renaissance bis Moderne
 

Die 16 Mitglieder dieses Vokalensembles gehörten ehedem dem Windsbacher Knabenchor an. Nach Passau kommen sie mit einem Programm aus geistlichen A-capella-Werken.


20:00 Uhr | 23 Euro, ermäßigt ab 10 Euro

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