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Report | Freitag, 05. Januar 18

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Passauer Altstadt bei Donaupegel 7,66 Meter heute mittag: Ein Lastwagen des städtischen Bauhofs watet durch die bis zu knapp 40 Zentineter hoch überflutete Fritz-Schäffer-Promenade. (Foto: Bürgerblick)
Donau 2,70 Meter über Normalpegel

Hochwasserroutine in Passau

Die Touristen haben ein paar Fotomotive mehr, der Fotograf der Deutschen Presseagentur einen Auftrag und ein paar betroffene Altstadtbürger sind beschäftigt, ihre Häuser zu sichern. Mittags hat die Dreiflüssestadt ein mittleres Hochwasser erreicht: 7,67 Meter, das bedeutet 2,70 Meter über Normalwasserstand, wenige Zentimeter unter Meldestufe 3 von 4.

Laut Prognose werden in den nächsten Tagen schlimmstenfalls 7,80 Meter, Meldestufe 3, erreicht. Der Höchststand bei der Flutkatastrophe 2013: 12,90 Meter. Seit Mittag fällt der Pegel leicht.

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Touristen fotografieren am Donaukai die Pegelmessstation an der Auffahrt zur Schanzlbrücke: 7,66 Meter, das sind 2,70 Meter über Normalwasserstand. (Foto: Bürgerblick)
An der tiefsten Stelle der Fritz-Schäffer-Promenade schwimmt ein blauer Papiercontainer. Die Haus-und Ladenbesitzer in der Überflutungszone haben ihre Fenster und Türen mit Alubalken abgedichtet. Der Fotograf der Deutschen Presseagentur, der auch für Filmaufnahmen zuständig ist, hält sein Mikrofon dicht über das Ende der Wasseroberfläche, damit man das Plätschern hören kann. Er hat einen günstigen Moment erwischt, denn vom Rathausplatz nähert sich ein orangefarbener Lastwagen des Bauhofs, der langsam durch die bis zu knapp 40 Zentimeter hoch überflutete Fahrbahn watet. Ein Dutzend Touristen, die sich vor der Absperrung versammelt haben, zücken ihre Handys.

Hochwasserroutine bei einem Wetter, dass die Passauer beruhigt: kein Regen, leicht bewölkter blauer Himmel, milde 9 Grad. Wenn bei einem Donaupegel von 9 Meter Rathausplatz und Höllgasse überflutet werden, beginnt für die hochwassererprobten Passauer ein ernstzunehmendes Hochwasser.

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An der einzigen Einfahrt zur Altstadt, am Peschlbergerl, hat die Stadt eine Höhenkontrolle für Fahrzeuge aufstellen lassen. Die engen Torbögen könnten zur Falle werden. (Foto: Bürgerblick)
An der einzigen Zufahrt zur Altstadt, eine höher gelegenen Einbahngasse, hat die Stadt eine Höhenmarkierung aufstellen lassen, damit die engen Torbögen nicht zur Falle für größere Lieferfahrzeuge werden.

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Mittwoch
18. Juli 2018
 
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