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Report | Donnerstag, 19. März 20

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Drinnen: Das Virus sorgt für großzügige Distanz im Großen Rathaussaal. Wenige Stunden zuvor kam die Nachricht, dass es einen Passauer Stadtrat erwischt hat. (Foto: Tobias Köhler/ Bürgerblick)
Fotoreport

Krisenmanager und Krisenverweigerer

Drinnen, im Großen Rathaussaal. Ein einsamer Oberbürgermeister und eine Handvoll Journalisten.
Sicherheitsabstand. Krisenstimmung. Sorgenfalten.

Droht Ausgangssperre?

OB Jürgen Dupper will das nicht mehr ausschließen. Söder hat es angeregt, Merkel, wenn man ihr genau zuhört, hält sich das offen.

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Draußen: Absperrungen sind Herausforderungen. Hürdenspringen. Die größte Herausforderung seiner Zeit erkennt der junge Mann nicht. Die Gefahr ist zu abstrakt (Foto: Tobias Köhler/ Bürgerblick).
Viele haben den Ernst der Lage nicht anerkannt. Wir schreiben den 20. Tag seit Beginn der neuen Infektionskette in Bayern. Passau ist arg getroffen: erst sieben Klinikärzte, jetzt ein Stadtrat. 

"Man hört kein Wasser, man sieht kein Wasser, man spürt kein Wasser, keine Naturkastrophe; es ist etwas kleines, etwas Unsichtbares, das zu dieser Krise führt", sagt Dupper zu einem Gesprächspartner außerhalb der Pressekonferenz. Als müsste er die Unvernuft vieler Leute draußen entschuldigen.

Draußen, an der Innpromenade. Frauen mit Kinderwagen heben das Absperrband an, um darunter durchzutauchen. Junge Männer springen lässig drüber, treffen sich mit Kumpels zum Freiluftbier.
Maximale Freiheit. Freizeitstimmung. Stirnrunzeln.

Eine Psychologin sagt im TV, das Verhalten der Krisenverweigerer sei verständlich. Ein Schutzmechanismus. Wenn ich an die drohende Katastrophe nicht glaube, kommt sie nicht.

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Drinnen, zwei allein, Jürgen Dupper und Karin Schmeller. Er muss für Lösungen sorgen, in einer Lage, die sich stündlich ändern kann; sie muss die neue Lage den Presseleuten vermitteln. Ihre Kollegin ist in Heimarbeit, Kontakte vermeiden. (Foto: Tobias Kö
Manche Medien ziehen den schrägen Titanicvergleich. Musik an, Champagner auf, Prost! "Das Schiff wird schon nicht untergehen und wenn schon, dann trifft es sicher nicht mich."

Dupper hat in der Pressekonferenz soziale und restriktive Maßnahmen verkündet, die ergriffen werden (siehe Nachrichtentext)

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08. April 2020
 
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