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Brennpunkt | Montag, 04. Januar 21

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Das Passauer Gratisblatt "Am Sonntag" hatte die "Peinlich-Predigt" von Bischof Oster auf die Titelseite gehoben.
Schwulenschelte

Bischof Oster, der erlösungsbedürftige Sünder

„Als wäre die Gesellschaft durch Corona nicht genug gespalten, treibt er einen weiteren, völlig unnötigen Keil“, empört sich ein Homosexueller aus dem Landkreis Passau.

Gerade jetzt, wo Familienmitglieder zusammenrücken müssen, stempele der Passauer Bischof die Nicht-Heterosexuellen erneut als Krankhafte und Abartige ab. So hat der 33-Jährige Restaurantleiter die Weihnachtspredigt von Bischof Stefan Oster verstanden. Sein Anruf erreicht die Redaktion heute vormittag. Er wünsche sich eine breite Protestwelle und werde bei nächster Gelegenheit, wenn er das Gemeindeamt besuche, seinen Austritt aus der Kirche erklären.

Die Protestwelle läuft bereits. Der deutsche Schwulen- und Lesbenverband reagiert mit einem offenen Brief. Der Bayerische Rundfunk berichtet darüber.

Das Passauer Oberhaupt der katholischen Kirche hatte 2015 schon mal für ähnlichen Wirbel gesorgt, als es auf Facebook homosexuelle Partnerschaften mit einer „Gangsterbande“ verglich. Er glaube nicht daran, dass solche Neigungen angeboren seien, sagt Oster an anderer Stelle. Bei der Weihnachtspredigt 2020 zum „Fest der Heiligen Familie“ vertieft er das Thema: "Das Ausleben der Neigung ist Sünde", beruft er sich auf die Lehre der Kirche. Er vergleicht alle von der Norm Abweichenden, sei es in Sexualität oder Definition ihres Geschlechts, mit körperlich oder geistig Geschädigten („blind geboren, mit Herzfehler oder andere Beeinträchtigung“).

Auf seiner Internetseite hat Oster heute geantwortet. Er sei ebenso wie die sich angegriffen Fühlenden ein „erlösungsbedürftiger Sünder“ schwächt er seine Anwürfe ab. Von „Blindheit“ und „Herzfehler“ zu sprechen, sei nicht „allzu sensibel“ gewesen.

Die Passauer Gratiszeitung „Am Sonntag“ hob den "schwulenfeindlichen" Bischof auf den Titel. So berichten die Bildzeitung und die Süddeutsche.

Die Predigt des Anstoßes:

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Mittwoch
16. Juni 2021
 
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KULTURKALENDAR
16.06. | Mittwoch
OPERNHAUS
Die Zofen
 
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Die Schwestern und Zofen Claire (Friederike Baldin) und Solange (Ella Schulz) spielen in der Abwesenheit ihrer Arbeitgeberin (Antonia Reidel) "Herrin und Dienerin". Nachdem der versuchte Mord der "gnädigen Frau" daneben geht, vergiftet die eine den Tee der anderen. Ein Schauspiel von Jean Genet (1910-1986). Regie: Markus Bartl.


12:00 Uhr | Ab 6 Euro
OPERNHAUS
Urfaust
 
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Johann Wolfgang von Goethes Prosastück aus dem Jahr 1775. Eine Tragödie nach der Volkssage um Doktor Faustus. In den Hauptrollen: Ursula Erb als Mephisto sowie Julian Ricker als Faust. Regie: Peter Oberdorf.


12:00 Uhr | Ab 6 Euro
OPERNHAUS
Die Zauberflöte
 
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Die wohl bekannteste Oper von Wolfgang Amadeus Mozart aus dem Jahre 1791. Sie erzählt nach einer Geschichte des Straubingers Emanuel Schikaneder vom Prinzen Tamino, der sich in phantastischen Welten beweisen muss. Musikalisch verschmelzen hochdramatische Arien und volksliedhafte Gesänge.


12:00 Uhr | ab 6 Euro
OPERNHAUS
Madama Butterfly
 
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Giacomo Puccinins weltberühmte Oper weltberühmte Oper erzählt die tragische Liebesgeschichte der Geisha Cio-Cio-San (Yitian Luan), die vom in Japan stationierten Offizier Pinkerton (Jeffrey Nardone) mit einem Kind sitzengelassen wird. Eine Geschichte nach wahren Begebenheiten.


12:00 Uhr | Ab 6 Euro
OPERNHAUS
Die Fledermaus
 
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Verwechslungskomödie von Johann Strauß (1825–1899) um den leichtlebigen Gabriel von Eisenstein (Peter Tilch) und seine untreue Frau Rosalinde (Henrike Henoch). Gilt als Klassiker der Wiener Operettenära und zeigt eine dekadente Gesellschaft. Intendant Stefan Tilch verlegt das Stück ins Pandemiejahr 2020.


12:00 Uhr | Eintritt frei
OPERNHAUS
Herkules am Thermodon
 
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Deutsche Erstaufführung der bekannten Barockoper Antonio Vivaldis aus dem Jahr 1723. Herkules soll für König Eurystheus den Gürtel der Amazonenkönigin beschaffen, der ein kriegerisches Attribut wie Symbol für den Beischlaf ist.


12:30 Uhr | Eintritt frei

Passauer Politiktage: Wirtschaft neu denken
 

Impulsvortrag mit anschließender Podiumsdiskussion zum Thema Wirtschaft und Nachhaltigkeit. Onlineveranstaltung via ZOOM, Details gibt der Veranstalter rechtzeitig auf seiner Website bekannt.


20:00 Uhr | Eintritt frei

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