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Brennpunkt | Montag, 15. November 21

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Solche kuscheligen Bilder, Menschen dicht gedrängt mit Glühweintasse in der Hand, wie zuletzt 2019 wird es diesen November wahrscheinlich nicht geben. (Foto: mediendenk)
Zugangsbeschränkungen

Corona-Lage: Passau blickt besorgt auf Christkindlmarkt

Christkindlmarkt ja oder nein?

Beobachter gehen davon aus, dass das rot-grüne Münchner Rathaus seinen Christkindlmarkt morgen absagt. Passau will ebenso darauf warten, was morgen die bayerische Staatsregierung entscheidet. Glühweinbuden für "2G" einzäunen oder absolutes Alkoholverbot? Alleine diese Frage lässt Zweifel aufkommen, ob unter solchen Vorgaben ein stimmungsvoller Weihnachtsmarkt möglich erscheint.    

Der Mensch mag geselliges Miteinander. 

Jahraus, jahrein nutzt er jedweden Anlass zum Feiern. Seine Vorliebe wird für Viren zum Fest; beste Gelegenheit, ihre Art zu verbreiten und widerstandsfähigere zu formen. Wie das Angenehme pflegen und das Gefährliche vermeiden? Vor dieser Herausforderung steht in Seuchenzeiten jede Gastgeberin, jeder Veranstalter.

Im Rheinland feiern heute die Narren den Karnevalauftakt, wobei Ungeimpfte ausgeschlossen sind. In Passau haben gestern die Aufbauarbeiten für den Christkindlmarkt begonnen. Hinter den Kulissen überlegen die Verantwortlichen der Stadt Passau wie bei aktueller Corona-Lage mit Katastrophenstatus und steigender Ausbreitung der Christkindlmarkt am Domplatz abgehalten werden kann. 

Es gibt noch kein Konzept, daran werde noch gearbeitet, heißt es auf Anfrage. Um Veranstaltungen bei allen denkbaren Unwägbarkeiten stattfinden zu lassen, gibt es zwei Stellschrauben: 

  • limitierte Besucherzahlen, um Gedränge zu vermeiden, die Abstandsregeln zu wahren
  • 2G oder 3G+, um die Ansteckungsgefahr möglichst niedrig zu halten. Einen 100-prozentigen Schutz gibt es nicht: gefälschte Impfnachweise; geimpfte, symptomlose Infizierte, die für wenige Tage Virenüberträger sein können; Ungeimpfte, die auch ohne Krankheitsanzeichen viele Tage hoch ansteckend sind. 

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Die Honoratioren bei der Eröffnung des Passauer Christkindlmarktes vor zwei Jahren. Fröhliche, unbekümmerte Gesichter. Wenige Wochen später trafen dieser ersten Corona-Alarmmeldungen ein. (Foto: mediendenk)
Eine 2G-Veranstaltung hatte die Stadt Passau bereits diesen Herbst durchgeführt, den Herbstmarkt, die Mini-Herbstdult auf dem Messegelände in Kohlbruck. Das hat mit strengen Einlasskontrollen gut geklappt. Viele Anwesende waren zufrieden und berichteten von einer entspannten Atmosphäre. Dazu trug auch der reduzierte Alkoholkonsum bei. Es wurde kein Bier in Maßkrügen, kein Schnaps ausgeschenkt. Kritiker führten an, dass diese Veranstaltung die Gesellschaft spalte. Dass die Pandemie nicht beendet ist, sondern mit voller Wucht erneut zuschlagen wird, lag damals nicht in jedermanns Vorstellungskraft.

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Christkindlmarkt am Passauer Dom im November 2019. Wird es wie die Ersatzherbstdult eine 2-G-Veranstaltung mit gemäßigtem Alkoholausschank? (Foto: mediendenk)
Zu den Zugangsbeschränkungen. Der Domplatz hat vier Zugänge: die Carlonegasse zur Innseite, die Luragogasse zur Donauseite und die Zengergasse zum Residenzplatz; die Zufahrt vom Steinweg her. Egal wie die konkreten Regelungen ausfallen, es müssen Absperrungen und Kontrollstellen eingerichtet werden. Wenn die Fluchtwegpläne es zulassen, werden eventuell einige wenige Zugänge komplett gesperrt.

Der Anreiz für Impfunwillige und Impfängstliche, sich die Spritze geben zu lassen steigt für die Ausgeschlossenen. Heute, so berichtet der Bayerische Rundfunk, hat sich einer der prominentesten bayerischen Impfverweigerer impfen lassen: Vizeministerpräsident Hubert Aiwagner. Zuletzt hatte er erfahren müssen, dass ihm der Zutritt zu Pressekonferenzen verwehrt bleibt.

Der Passauer Christkindlmarkt beginnt in zwei Wochen: Mittwoch, 24. November bis Donnerstag, 23. Dezember. Die Weihnachtsfeiertage sind heuer kein Feriengewinn. Sie fallen auf Samstag und Sonntag.

 

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