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Brennpunkt | Samstag, 02. Januar 21

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Der Chor der Oper "Teatro de Fenice". (Quelle: Arte)
Neujahrskonzerte

Der Maskenchor aus Venedig

Das bayerische Venedig blickt auf das Original, unser Konzerttipp fürs Heimkino: 150 Mitwirkende im Opernhaus von Venedig haben das Neujahrskonzert mit Masken gespielt und gesungen. Berührende Kultur in herausfordernden Zeiten.
 
Das Neujahrskonzert der Philharmonie des "Teatro de Fenice" ist abrufbar auf "Arte" bis 31. Januar.

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Zum Ausstieg der Briten aus der EU holte Venedig einen Briten aufs Dirigentenpult: Daniel Harding, 45. (Quelle: Arte)
Es dirigiert in der Nacht, da sein Geburtsland offiziell die EU verlässt, der britische Maestro Daniel Harding. Die Venezianer hatten den heute 45-Jährigen bereits einmal verpflichtet, zum Neujahrskonzert 2015, damals am Beginn der Brexitdebatte.
 
Die 60 Sängerinnen und Sänger des Chores zeigen, dass die schwierigen Gegebenheiten, Stoff vor Mund und Nase, sich meistern lassen. Atemtechnik, Artikulation, Lautstärke. Stimmliche Dynamik wird eingebüßt, aber die Authentizität der verlorenen Normalität gewonnen.
 
Um Abstand zu halten, nehmen Orchester und Chor die gesamte Grundfläche des Hauses ein, die Singenden auf der Bühne, die Musizierenden im Parkett. Den Beifall spenden sie sich mangels Publikum selbst. Und die traditionellen Konfettikanonen, die zu viel Aerosole verwirbelt hätten, bleiben aus. Nur die 19 Musiker der Blasinstrumente und die Opernsolisten blieben von der Maske befreit, wurden mit Glasscheiben getrennt.
 
Venedig sendet mit diesem Konzertereignis und seiner Umsetzung eine Botschaft der Solidariät an die vielen geplagten Menschen draußen.
 
Beim Berliner Pendant, dem Silvesterkonzert der Berliner Philharmoniker, ist die Seuche nicht sichtbar geworden. Sie sitzen eng gedrängt und spielen wie üblich, weshalb die Moderatorin den Stirnrunzelnden erklärt, dass wöchentliche Tests und eine gute Belüftungsanlage dies zuließen. Das Konzert beginnt im verlängerten Beethovenjahr mit der heroischen "Leonore Overtüre No. 3."
 
In der Außenwirkung, die gerade in solchen Zeiten wichtig ist, um Gemeinschaft zu demonstrieren und die Zuschauenden zu sensibiliseren, hat Venedig gegegenüber Berlin gepunktet.
 
Der "Gefangenenchor" aus Verdis Nabucco, Italiens heimliche Nationalhymne, hören sie ab Minute 44.30. 
Auf das Opernhaus von Venedig hat die Kulturwelt am 30. Januar vor 25 Jahren mit Schrecken geblickt: Durch ein von Handwerkern absichtlich gelegtes Feuer brannte das Wahrzeichen bis auf die Grundmauern nieder. Eine Elektrofirma hatte bei der Restaurierung Fristen nicht einhalten können und wollte sich so die Konventionalstrafe ersparen. Sieben Jahre währte der Wiederaufbau.
 
 

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15:09
Donnerstag
21. Januar 2021
 
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KULTUR AM BILDSCHIRM
21.01. | Donnerstag

Gefangenenchor aus Venedig
 
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Bewegendes Neujahrskonzert aus dem Opernhaus von Venedig, "Teatro des Fenice". Mit Verdis "Nationalhymne" aus "Nabucco" ab Minute 44.30. Mehr als 100 Mitwirkende mit Mund-Nasenschutz, auch 12 Sängerinnen und 32 Sänger mit Masken, nur die 19 Musiker der Blasinstrumente sind befreit. Leitung: der britische Maestro Daniel Harding. Auf TV "Arte" abrufbar bis 31. Januar.


07:00 Uhr
OPERNHAUS
Die Fledermaus
 
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Hier am Heimkino erleben: Verwechslungskomödie von Johann Strauß um den leichtlebigen Gabriel von Eisenstein und seine untreue Frau Rosalinde. Gilt als Klassiker der Wiener Operettenära und führt eine dekadente Gesellschaft vor.  


13:00 Uhr

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