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Brennpunkt | Freitag, 21. Mai 21

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Elon Musk im Gespräch mit Andreas Scheuer. Letzterer stellte dieses Motiv am Montag auf Facebook.
Verkehrsminister-Versprechen

Mit Vollgas zur Elektromobilität

Der Verkehrsminister und Passauer Stadtrat Andreas Scheuer hat soeben auf Twitter ein Versprechen abgelegt: Schnellladesäulen alle 30 Kilometer auf den Bundesfernstraßen. Er beruft sich auf das Schnellladegesetz, das vom Bundestag beschlossen worden ist.

Wir haben nachgerechnet. Dieses Straßennetz misst gut 38.000 Kilometer. Es braucht also rund 1.300 Ladesäulen. Es bleiben 30 Monate Zeit, um dieses Ziel wie versprochen bis Ende 2023 zu erreichen. Beginnen wir diesen Juni, sind dies zehn Ladesäulen je Woche.

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Heute Nachmittag hat der Verkehrsminister auf Twitter das Ergebnis des Schnellladegesetzes bekannt gegeben.
"Nur mit nutzerfreundlicher Ladeinfrakstruktur werden die Menschen auf klimafreundliche E-Autos umsteigen", lässt sich Scheuer von seinem Ministerium zitieren. Der Autor ergänzt: Es würde noch besser vorangehen, wenn die Menschen erkannten, dass es selbst für den Geldbeutel günstiger ist. Strom wird im Gegensatz zum Sprit nicht künstlich subventioniert. Gemessen an der Energieausbeute ist Elektrizität doppelt so teuer. 

Die Ankündigung des Verkehrsministers zeigt zudem: Elektromobilität ist nicht mehr aufzuhalten. Aus gutem Grund. Sie ist bei aller Kritik in der Energiebilanz unschlagbar. Würde der gesamte Verkehr von Erdölprodukten auf Elektrizität umgestellt, wäre der Energiebedarf unserer Mobilität um mehr als die Hälfte gesenkt. Dies hat mit der Effizienz zu tun. Ein batteriebetriebener Wagen verliert im Vergleich zu allen anderen Antriebsarten am wenigsten Energie durch Reibung und Wärme. Auch das sogenannte Wasserstoffauto, das genau genommen ein Elektroauto mit anderer Tankfüllung ist, kann diesem Antriebstyp nicht das Wasser reichen.

Am Montag hat Scheuer stolz ein Foto ins Netz gestellt. Es zeigt ihn im Gespräch mit Elon Musk. Er hat den Tesla-Inhaber an der Großbaustelle in Brandenburg getroffen. "Was hier entsteht, ist Zukunft", schrieb Scheuer unters Bild.

Mit intelligenter Technik ließen sich die Speicher der E-Autos sinnvoll einsetzen, die Stromspitzen von Wind und Sonne und den Überschuss des Nachtstromnetzes aufzufangen. Die Mentalität des sparsamen Deutschen könnte hier sinnvoll genutzt werden, dass die E-Autos zum richtigen Zeitpunkt laden.

In den Städten lassen E-Autos die Menschen aufatmen, weniger Lärm, gesunde Luft. Aber zu einer konsequenten, klimaschonenden Verkehrswende führen sie nicht, nicht weg vom "1 Mensch fährt 1 Auto". Sie verschwenden als Stehmobil ebenso viel öffentlichen Raum wie die Verbrenner. Autos teilen, im "Carsharing", sind sie gut eingesetzt.

Die größte Herausforderung für Wissenschaft und Forschung wird die Entwicklung einer Öko-Batterie sein, die voll recyclebar ist. Die Menschheit hat bei der Impfstoffentwicklung gerade erfahren, zu welchen Leistungen die Genannten fähig sind, wenn sie unter Hochdruck stehen und genügend Mitteln vorhanden sind.

Diese Redaktion fährt seit fünf Jahren elektrisch und derzeit so günstig wie nie. Wir "tanken" teilweise ein Drittel so günstig wie ein Dieselfahrer und müssen uns dafür keinen Meter bewegen, um zur Zapfsäule zu gelangen.

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