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Brennpunkt | Donnerstag, 28. Oktober 21

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Ein Bus vom Quarantäne-Schiff aus Wien bei der Einreisekontrolle an der A3: Ein Beamter der Bundespolizei mit weißem Vollschutzanzug überprüft die Passagierliste; alle Betroffenen sind in Ostdeutschland Zuhause. (Foto: mediendenk)
Donaukreuzfahrt endet mit Quarantäne

Passauer Bundespolizei stoppt Wiener Corona-Busse

Autobahn A3, Einreisekontrolle der Bundespolizei, heute um 12.30 Uhr: Ein junger Beamter der Bundespolizei schlüpft mithilfe seiner Kollegin in einen weißen Schutzanzug mit Vollmaske, zieht blaue Handschuhe über. Er wird die Kontrolle des silbergrauen Reisebusses übernehmen, der auf die Parkbucht gelotst worden ist. An Bord: Ein Teil der Passagiere des Kreuzfahrtschiffes MS Amadeus, das in Wien unter Quarantäne gestellt worden war.

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Der Bus mit Passagieren vom Corona-Schiff wird hinter Absperrungen an der Kontrollstelle der A3 bei Passau überprüft. (Foto: mediendenk)
Auf der Kreuzfahrt von Passau nach Wien, die MS Amadeus legt am Montagfrüh in Passau-Lindau ab, hatten einige wenige Reisende plötzlich Corona-Symptome gezeigt. Deren Schnelltest ergab: positiv. An der Schleuse Wien-Nussdorf ging das Schiff vor Anker und die österreichischen Gesundheitsbehörden ordneten einen PCR-Test für alle 138 Passagiere und 40 Besatzungsmitglieder an. Niemand durfte das Schiff verlassen, bis die Ergebnisse vorliegen. 76 Reisende und 4 Besatzungsmitglieder hatten sich infiziert.

„Unter den Symptomatischen gibt es nur leichte Verläufe, da fast alle geimpft sind“, sagt Sonja Vicht vom Gesundheitsdienst Wien. Es seien spezielle Vorkehrungen getroffen worden: Die Infizierten und Nicht-Infizierten wurden heute früh getrennt von Bord geholt und in Busse verfrachtet.

„Ein Bus mit den Gesunden, zwei Busse mit Infizierten und ein gemischter Bus“, wie Bundespolizeisprecher Jürgen Bockstedt berichtet. Es habe offenbar Ehepaare gegeben, die nicht getrennt werden wollten. Die österreichischen Behörden hatten Berlin über den Corona-Ausbruch unter den deutschen Schiffspassagieren informiert; das Robert-Koch-Institut wiederum schaltete die Passauer Bundespolizei und die Stadt Passau ein; die Passagierlisten wurden übergeben. "Wir waren nicht betroffen, da bekannt war, dass es sich um Durchreisende handelt, die Busse nicht Passau als Zielort haben", sagt Rathaussprecherin Karin Schmeller.

Das Kreuzfahrtschiff MS Amadeus war von einem Leipziger Veranstalter gechartert. Die Reisenden stammen alle aus Ostdeutschland, Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt: Gera, Zwickau, Halle. „Zuständig sind deren örtliche Gesundheitsämter“, sagt Jürgen Bockstedt. Bei der Einreisekontrolle sei lediglich kontrolliert worden, ob Passagierlisten und Pässe übereinstimmen.

hud

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