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Brennpunkt | Samstag, 17. Oktober 20

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Von der Geburt bis zum Abtransport in den Schlachthof: Selbst in mustergültigen Mastbetrieben verlassen die Tiere niemals den Stall; ein Leben unter freiem Himmel bleibt ihnen verwehrt. (Foto: Tobias Köhler/ Archiv)
Ernährungswandel

Schweinestau in den Ställen

Die Interessensgemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands befürchtet, dass zu Weihnachten über eine Million in den Schweine in den Ställen stehen, die Platz für den Nachwuchs blockieren.

Der Trend ist offenbar nicht aufzuhalten: Immer mehr Verbraucher verabschieden sich vom Schweinefleisch. Die Abscheu von der Massentierhaltung hat sich auf den Konsum ebenso ausgewirkt wie das Bewusstsein, Klima und Umwelt weniger zu belasten.

„Schwein nein, Rind ja“, sagen viele junge Leute. Zudem hält der Trend in der Gesellschaft durch alle Altersgruppen an, zu fleischloser Kost zu wechseln.

Der „Schweinestau“ wird für die Erzeuger zur Existenzkrise. Wohin mit den Tieren? Schlachtbetriebe, die sich nicht mehr rechnen, schließen. Corona hat zudem Handelswege geschmälert. Die Schweinegrippe kommt hinzu. Deutschland gilt als Schweinefleischexportland Nummer 2 nach den USA.

In den letzten 30 Jahren ist der Schweinfleischkonsum in Deutschland etwa um 15 Prozent zurückgegangen. Hochgerechnet aufs Land sind das rund eine halbe Million Tonnen Schweinefleisch weniger im Jahr. Der Pro-Kopf-Konsum liegt zuletzt bei 34 Kilo, rund 90 Gramm je Tag und Einwohner.

Schweinemastbetreiber beklagen jetzt, dass durch die zunehmende Enge in den Ställen das "Tierwohl "erst recht nicht gewahrt werden könne.
 

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03. Dezember 2020
 
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