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Brennpunkt | Donnerstag, 27. Mai 21

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Sigi Zimmerschied unterwegs zum "Passau-Krimi". (Foto: mediendenk)
Filmdreh Innpromenade

Überraschungsgast beim ARD-Passau-Krimi

11 Grad, Nieselregen. Ein „Tatort“-Regisseur dreht mit seinem Team an der Innpromenade und die Hauptdarsteller frieren. Nach jeder Einstellung eilen helfende Hände mit Regenschirm und Decken herbei. Und durch einen Spaziergänger, der hinzukommt, lüftet sich ein kleines Geheimnis.

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Die Kameraleute unterm grauen Regenschirm, die beiden Schauspieler Michael Ostrowski, mit Hündchen, und Denis M`Baye auf der Parkbank, der Tonmann braucht für die lange Mikrofonangel starke Arme. (Foto: mediendenk)
Ein Radfahrerpärchen, Touristen, beobachten das Schauspiel von der Marienbrücke aus. „So viel Aufwand für eine Szene von ein paar Sekunden“, sagt der Mann zu seiner Frau. Drei Dutzend Männer und Frauen sind im Park unter den Kastanien zwischen Technikkoffern, Stativen und Kabeln beschäftigt, von der Maskenbildnerin bis zur Frau mit einem dressierten Filmhündchen.

Ein älterer Herr mit Stofftasche, Regenschirm und Käppi spaziert von der Innstadt kommend über die Marienbrücke. „Mal schauen, was sie heute so machen“, sagt er. Er ist kein Schaulustiger, sondern Mitwirkender in einer Nebenrolle, die derzeit wohl berühmteste Passauer Filmfigur: Sigi Zimmerschied. Eine Szene sei bereits im Kasten, eine Sequenz, die ebenfalls am Inn spielt, stehe noch an, erzählt er.

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"Tatort"-Regisseur Andreas Herzog an der Innpromenade. (Foto: mediendenk)
Genau genommen sind die Begriffe „Filmdreh“ und „Drehteam“ falsch. Da drehen sich längst keine Filmspulen und Tonbänder mehr, das Filmset ist ein digitaler Werkraum. Die Kameras übertragen ihre Bilder auf mehrere Bildschirme, kleine Monitore, die auf mannshohen Stativen stecken, zur Kontrolle der Mitwirkenden; der größte Bildschirm steht am Technikpult des Regisseurs. Er sitzt in einem schwarzen Klappstuhl, hat weiße Kopfhörer aufgesetzt. Geblieben das beschriftete Brettchen mit der beweglichen Kopfleiste - die „Filmklappe“.

„3. Szene, 1. Einstellung.“ Die Szene ist anspruchsvoll, denn ein Tier spielt mit. Der kleine Terrier muss im richtigen Moment Männchen machen und betteln. Der Dialog zwischen den beiden Darstellern auf der Parkbank muss sitzen und sie dürfen sich nicht anmerken lassen, dass sie in ihrer frühsommerlichen Kleidung bitterlich frieren. Auf Parkbänken sitzen sich gegenüber Schauspieler Michael Ostrowski, den die TV-Zuschauer von den ersten Folgen als Privatdetektiv Ferdinand Zankl kennen, und Denis M`Baye, eine Hannoveraner Rapperin in einer Nebenrolle.

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"Klappe!" für den "Krimi aus Passau" mit Regisseur Andreas Herzog und leitenden Kameramann Wolfgang Aichholzer. Die beiden haben zuletzt gemeinsam 2018 den Ruhrpott-Tatort "Zorn" produziert. (Foto: mediendenk)
Die Passauer werden im ARD-Krimi ihre Parkbänke auf der Promenade nicht wiedererkennen. Die Darsteller sitzen nicht auf den Originalen, den geschwungenen, gelb lackierten, sondern auf klassischen Holzbänken. Die Requisite hat drei Exemplare besorgt und dort platziert, wo normalerweise die Jugendlichen sich zum Picknick niederlassen, östlich vom Spielplatz. Hier ließ sich im Hintergrund wahrscheinlich ein markantes Motiv am besten einfangen, der weiße Schaiblingsturm.

Nichts wird mit dem Zufall überlassen. Ein Radfahrer radelt vorbei, ein Spaziergänger mit Handy am Ohr geht vorüber, zwei angeregt plaudernde Studentinnen. Es sind alles Statisten. Der Innkai ist auf diesem Abschnitt gesperrt. Helferinnen mit Funkgerät kontrollieren die Zugänge, eine steht am Treppenabgang der Marienbrücke. Sie hat kaum Gelegenheit, Passanten abzuweisen, denn bei diesem Wetter treibt es die Passauer nicht nach draußen.

Gestern sorgte Herzogs Filmteam in der Altstadt für Aufmerksamkeit, Schauplatz war das Pflaster an der Ecke Schustergasse, Schrottgasse. Die ARD-Leute fallen schon von Weitem auf. Das Markenzeichen der Crew hinter der Kamera sind hellblaue und grüne Sicherheitswesten mit reflektierenden Streifen.

Der Wetterbericht lässt hoffen, dass es beim nächsten Passau-Krimi auch sonnige Bilder geben wird, die Hauptdarsteller auf Regenschirm und Daunenjacke zwischen den Einstellungen verzichten können. Herzog weilt mit seinem Team bis 10. Juni in der Stadt.
Mehr Infos im Juni-Heft.


Fotogalerie: mediendenk

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07:13
Donnerstag
17. Juni 2021
 
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KULTURKALENDAR
17.06. | Donnerstag
OPERNHAUS
Urfaust
 
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Johann Wolfgang von Goethes Prosastück aus dem Jahr 1775. Eine Tragödie nach der Volkssage um Doktor Faustus. In den Hauptrollen: Ursula Erb als Mephisto sowie Julian Ricker als Faust. Regie: Peter Oberdorf.


12:00 Uhr | Ab 6 Euro
OPERNHAUS
Die Zofen
 
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Die Schwestern und Zofen Claire (Friederike Baldin) und Solange (Ella Schulz) spielen in der Abwesenheit ihrer Arbeitgeberin (Antonia Reidel) "Herrin und Dienerin". Nachdem der versuchte Mord der "gnädigen Frau" daneben geht, vergiftet die eine den Tee der anderen. Ein Schauspiel von Jean Genet (1910-1986). Regie: Markus Bartl.


12:00 Uhr | Ab 6 Euro
OPERNHAUS
Die Zauberflöte
 
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Die wohl bekannteste Oper von Wolfgang Amadeus Mozart aus dem Jahre 1791. Sie erzählt nach einer Geschichte des Straubingers Emanuel Schikaneder vom Prinzen Tamino, der sich in phantastischen Welten beweisen muss. Musikalisch verschmelzen hochdramatische Arien und volksliedhafte Gesänge.


12:00 Uhr | ab 6 Euro
OPERNHAUS
Madama Butterfly
 
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Giacomo Puccinins weltberühmte Oper weltberühmte Oper erzählt die tragische Liebesgeschichte der Geisha Cio-Cio-San (Yitian Luan), die vom in Japan stationierten Offizier Pinkerton (Jeffrey Nardone) mit einem Kind sitzengelassen wird. Eine Geschichte nach wahren Begebenheiten.


12:00 Uhr | Ab 6 Euro
OPERNHAUS
Madama Butterfly
 
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Giacomo Puccinins weltberühmte Oper weltberühmte Oper erzählt die tragische Liebesgeschichte der Geisha Cio-Cio-San (Yitian Luan), die vom in Japan stationierten Offizier Pinkerton (Jeffrey Nardone) mit einem Kind sitzengelassen wird. Eine Geschichte nach wahren Begebenheiten.


12:00 Uhr | Ab 6 Euro
OPERNHAUS
Die Fledermaus
 
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Verwechslungskomödie von Johann Strauß (1825–1899) um den leichtlebigen Gabriel von Eisenstein (Peter Tilch) und seine untreue Frau Rosalinde (Henrike Henoch). Gilt als Klassiker der Wiener Operettenära und zeigt eine dekadente Gesellschaft. Intendant Stefan Tilch verlegt das Stück ins Pandemiejahr 2020.


12:00 Uhr | Eintritt frei
OPERNHAUS
Herkules am Thermodon
 
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Deutsche Erstaufführung der bekannten Barockoper Antonio Vivaldis aus dem Jahr 1723. Herkules soll für König Eurystheus den Gürtel der Amazonenkönigin beschaffen, der ein kriegerisches Attribut wie Symbol für den Beischlaf ist.


12:30 Uhr | Eintritt frei
DREILÄNDERHALLE
EW: Night Vigil
 
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Mischung aus Installation, Theater und interaktiver Performancekunst. Die englische Künstlergruppe Mechanimal will auf das Artensterben aufmerksam machen


17:00 Uhr | 29 Euro
HAUZENBERG
Ringlstetter & Band: "Heile Welt"
 
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Hannes Ringlstetter, der in Straubing aufgewachsene Musiker und Moderator, mit Band. Ort: Kurpark.


19:30 Uhr | 34 Euro
RATHAUS-INNENHOF
Christiane Öttl
 

Wunschkonzerte am Gartenzaun haben die Passauer Musikerin durch die Pandemie gebracht. Hier eines für alle. Open-Air am Vorplatz.


20:00 Uhr | Eintritt frei

Passauer Politiktage: Deutsche Außenpolitik
 

Podiumsdiskussion zur Frage der deutschen Außenpolitik und der Ausgangsfrage, ob Deutschland mehr Verantwortung zu übernehmen habe. Online-Veranstaltung via ZOOM, Details gibt der Veranstalter rechtzeitig auf seiner Website bekannt.


20:00 Uhr | Eintritt frei

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