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Meinung | Dienstag, 08. Februar 11

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Schemazeichnung; Kraftwerk Jochenstein, Speichersee, Pumpanalage.
Oberösterreichische Behörden warnen

Pumpspeicherkraftwerk Riedl: „Erheblicher Schaden für Donau-Schutzgebiet“

Passau/ Linz – Das geplante Großprojekt „Pumpspeicherkraft werk“ Riedl wird in der Darstellung der Heimatzeitung meist als ökologisch unbedenklich und sinnvoll für die Energiewirtschaft dargestellt. Dem Lokalmagazin Bürgerblick liegen interne Schreiben vor, wonach österreichische Umweltbehörden die Projektunterlagen als „nicht raum- und umweltverträglich“ einstufen.

Von „erheblichen schädigenden Auswirkungen auf die Umwelt, insbesondere im Europa-Schutzgebiet Oberes Donau- und Aschachtal“, warnen die Experten der „oberösterreichischen Umweltanwaltschaft“.

Ein Pumpspeicherkraftwerk nutzt überschüssige Energien im Stromnetz, um Wasser in ein höher gelegenes Speicherbecken zu pumpen. Wenn erhöhter Stromenergiebedarf besteht, wird der künstliche See abgelassen und das herabstürzende Wasser treibt Turbinen an.

Niederbayerische Umweltpolitiker (ödp: „Atomstrombatterie“, Grüne: „Nicht genehmigungsfähig“) kritisieren, dass dieses Kraftwerk als „Puffer“ vor allem der Atomstromwirtschaft diene.

Mit diesen Ausmaßen werden die Gutachter laut Projektunterlagen konfrontiert: 4,3 Millionen Kubikmeter Volumen fasst der Speichersee, ein 365 Meter langer Schrägschacht führt zur Kraftstation mit den Turbinen, ein 700 Meter langer Unterwasserstollen dient dem Zu- und Abfluss in die Donau.

Während die Österreicher das sogenannte Oberbecken, also die Anlagen um den Speichersee bei Riedl und Gottsdorf, nicht betrachteten, interessierte sie vor allem das sogenannte Unterbecken, der Stauraum der Donau, das Aschachtal.

Die Pegelschwankungen beim Betrieb des Pumpspeicherkraftwerks seien so beträchtlich, dass geplante Maßnahmen zur Verbesserung der Ökologie (Fischbestand, Auenlandschaft, Pflanzenwelt) in diesem europäischen Landschaftsschutzgebiet letztendlich zunichtegemacht würden, lautet das Fazit der Nachbarn.

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