Nachrichten | Thursday, 12. February 26

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Kamera läuft - in wenigen Minuten beginnt die Veranstaltung. (Foto: mediendenk)
Letzte Podiumsdiskusion vor der Wahl

Klimabündnis konfrontiert Passauer OB-Kandidaten mit Zukunftsfragen

Die letzte und größte Podiumsdiskussion im Passauer Oberbürgermeisterwahlkampf hat gezeigt, wie sehr sich die politischen Linien zuletzt verschoben haben.

Zwei Frauen und sechs Männer, die für das höchste Amt der Stadt kandidieren, diskutierten dreieinhalb Stunden lang vor rund 250 Menschen in einer Gaststätte im Oberland. Weitere etwa 50 verfolgten die Debatte von Anfang bis Ende im Bürgerblick-Livestream (siehe Ende des Beitrags), mehrere tausend klickten im Verlauf zumindest zeitweise hinein.

Organisiert wurde der Abend vom Klimabündnis Passau, einem Zusammenschluss von rund 20 Organisationen und Bürgerinitiativen. Als deren Sprecher tritt der evangelisch Dekan Jochen WIlde auf. Die Moderation übernahm der Passauer Uni-Wirtschaftswissenschaftler Johann Graf Lambsdorff. In seiner Eröffnungsrede mahnte er, den Blick stärker nach vorne zu richten. Aber nicht alle Dinge ließen sich einordnen ohne die politischen Versäumnisse der vergangenen Jahre auszublenden.

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Dekan Jochen Wilde, rote Weste, eröffnet als Sprecher vom Klimabündnis das Podium. (Foto: mediendenk)
Die Diskussion war klar strukturiert. Zu jedem Themenblock gab es einen kurzen Impulsvortrag, anschließend Stellungnahmen der Kandidatinnen und Kandidaten. Behandelt wurden Klimaschutz mit Fragen zu Begrünung, Hitzeschutz und Flächenverbrauch, die Mobilitätswende mit öffentlichem Nahverkehr, Individual- und Radverkehr, die Energiewende von Flusswärme über Wärmepumpen bis zu Wasserstoffspeichern sowie die Stadtentwicklung mit Bau-Turbo, Gewerbegebieten und bezahlbarem Wohnraum. Zum Abschluss konnten Fragen aus dem Publikum gestellt werden.

Auf dem Podium standen– von links nach rechts – an Zweiertischen Nika Kolitz (Die Linke) und Stefanie Auer (Die Grünen), Urban Mangold (ÖDP) und Andreas Rother (SPD), Armin Dickl (CSU) und Parteikollege Holm Putzke (FDP), Siegfried Kapfer (FWG) und Andreas Vilsmeier (PAL).

In vielen Punkten wirkte die Passauer Stadtpolitik an diesem Abend wie eine Branche im späten Umdenken. Klimaschutz, Verkehr und Flächenverbrauch seien über Jahre vernachlässigt worden, hieß es mehrfach. Was nun teilweise einstimmig als Zukunftsziel formuliert werde, sei lange liegen geblieben. Auffällig war der breite Konsens bei Fragen der Daseinsvorsorge. 

Ein Stichwort fiel dabei immer wieder: Kommunikation. Entscheidungen erklären, Fakten offenlegen, Bürger mitnehmen – auch dann, wenn es unbequem wird.

Unabhängig vom Wahlausgang vermittelte der Abend dennoch den Eindruck eines möglichen Neuanfangs – mit mehr Gesprächsbereitschaft und der Einsicht, dass die großen Zukunftsfragen nicht weiter vertagt werden können.

Der vollständige Abend im Saal vom Gasthof Knott in Jacking ist im Bürgerblick-Livestream dokumentiert.

 

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