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Nachrichten | Donnerstag, 06. Mai 21

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Der große Baum westlich vom Waisenhaus wird ab morgen zum Baumhauscamp der Klimaretter. (Foto: mediendenk).
Klimakrise bekämpfen

Neues Baumhauscamp am Waisenhaus

Das Aktionsbündnis der jungen Klimaretter wird morgen sein Baumhauscamp in der Altstadt aufschlagen. 

Der Baum am Waisenhaus ist von der Stadt vorgeschlagen und genehmigt worden. Der zweite genehmigte Baum am Römerplatz, eine blühende Kastanie, hat die Baumbesetzerbewegung begutachtet und für untauglich befunden. Die Platane am Waisenhaus sei dagegen hervorragend. Dafür, dass man auf den zweiten Baum verzichte, wünsche man sich mehr Zeit und ab und dann eine Plakataktion am Rathausplatz.

“Wir haben einen langen Atem; das haben wir in den letzten Tagen bewiesen. Unser Einsatz für eine lebenswerte Zukunft für alle Menschen geht länger als nur eine Woche”, lässt sich Kim Schulz in einer Pressemitteilung zitieren. Weder der Landrat noch der Oberbürgermeister könnten das aussitzen. Der 24-jährige Passauer Student hat mit Baumbesetzungen in seiner Heimatstadt Ravensburg Erfahrungen gesammelt. Dort war Ende Dezember ein 17-jähriger Klimaretter von SEK-Leuten vom Baumhaus geholt worden. Am Montag traf es ihn in Passau selbst.

Das Aktionsbündnis, in dessen Kern die Passauer Bewegung “Fridays for Future” agiert, scheint sich gut informiert zu haben. Es legt den Finger in Wunden: Klimaaktivistin Julianne Diehl, 20, zeigt sich beispielsweise verwundert, dass die Stadt mit einem SEK-Einsatz ein Naturdenkmal schützten will, aber selbst kein Problem damit hätte, für fragwürdige Hochwassermauern am Inn oder Gewerbegebiete in Jägeröd andere Bäume zu fällen.

Das Klimacamp am Waisenhausplatz soll eine Anlaufstelle für Klimaschutz in Passau sein, "denn das Rathaus und das Landratsamt sind es bisher leider nicht”, wird die 23-jährige Mirjam Herrmann in der Pressemitteilung zitiert. Alle Mitwirkenden in der Lokalpolitik seien zum Dialog willkommen. 

Wie die Aktionen und Arbeitsgruppen rund um das neue Bauhauscamp Konkrete aussehen, wird morgen bekannt gegeben. Gelobt wird die Solidarität der Passauer; Bürgerinitiativen, denen die Verkehrswende ebenso am Herzen liegt, sollen eingebunden werden. 

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