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Nachrichten | Dienstag, 14. September 21

Pandemie-Lage

Passau: 400 Erstimpfungen im September, 3 Ungeimpfte auf Intensivstation

Die Anstrengungen der Stadt Passau, das restliche Viertel der Bevölkerung zur Impfung zu bewegen, zeigen kleine Erfolge. Im Klinikum bleibt der Kampf gegen das Virus eine unentwegte Herausforderung.

„Niederschwellige Angebote“, den Impfstoff zu den Menschen bringen, predigen in Fernsehrunden Vertreter von Politik und Medizin. Der Passauer Oberbürgermeister und seine Seuchenbeauftragten gehen in dieser Hinsicht seit Langem vorbildlich voran.

  • Die Impfhalle am Messegelände öffnet regelmäßig für spontan Impfwillige. Nächste Termine: morgen, Mittwoch 8 bis 12, Donnerstag 13 bis 16 Uhr.
  • Das Team der mobilen Impfstation schlägt seine Zelte abwechselnd in verschiedenen Stadtteilen auf. Am Freitag zum Beispiel am Spielplatz an der Könsigsberger, Ecke Breslauerstraße in Passau Haidenhof-Nord (14 bis 17 Uhr), am Samstag am Ludwigsplatz vor dem Eingang des Einkaufszentrums (9 bis 18 Uhr).

Wie viele Bürgerinnen und Bürger mit diesen Angeboten erreicht worden sind?

In den ersten zwei Septemberwochen haben sich im Impfzentrum und im Impfbus gut 400 Menschen erstimpfen lassen, das ist statistisch gesehen eine Schulklasse pro Tag. „Es lohnt sich, dranzubleiben“, ist das Resümee im Rathaus. Mit einem Inzidenzwert von 65 (Landkreis Passau 49) steht die Region weitaus besser da als das Land, Bayerndurchschnitt: 86.

Im Passauer Klinikum ist die Lage mit elf Patienten auf der Corona-Isolierstation seit drei Wochen unverändert. Sie hat sich insofern verschärft, als drei von ihnen auf der Intensivstation liegen. Zehn der elf Corona-Erkrankten sind ungeimpft, wird mitgeteilt.

Mit dem Herbstfest auf dem Messegelände, auf dem im Gegensatz zum Freibad gegenüber die 2- anstelle der 3-G-Regel gilt, hat das Rathaus eine Sonderregelung geschaffen. Sie hat Unmut bei Ungeimpften und Impfgegnern ausgelöst. Die AfD hat eine Klage angekündigt. Im Netz ist oft zu lesen, dass die Besucher, vor allem Familien, mit der Lösung sehr zufrieden sind. Die Menschen würden sich wegen der Zugangsbeschränkung, maximal 1.500 sind zugelassen, nicht auf die Füße treten. Auf dem Jahrmarkt im Messepark herrsche eine familiäre, entspannte Stimmung ähnlich der Alten Dult. Für die Jungen gilt: Der Schülerausweis zählt wie ein Impfausweis.

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