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Nachrichten | Mittwoch, 05. April 17

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Geheimfahrt für die wichtigsten Vertreter des Passauer Nahverkehrs: Stadtwerke-Chef Gottfried Weindler (l.) und Oberbürgermeister Jürgen Dupper testen mit einigen wenigen ausgewählten Mitfahrern einen elektrischen Stadtbus.
Geheim wie ein Erlkönig

Passau testet ersten Elektrobus

Geheim wie ein Erlkönig rollte der erste Elektrobus heute durch Passau. Bürgerblick-Fotograf Tobias Köhler hat ihn mit dem Handy erwischt. Es handelt sich um den "Solaris Urbino Electric" aus polnischer Produktion, der im Herbst des Vorjahres auf bergigen Strecken in Südtirol mit Erfolg getestet worden ist.

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Am frühen Nachmittag rollte der lautlose E-Bus wie ein Erlkönig durch Passau, hier auf der Hängebrücke vom Fotografen "erwischt" mit dem Fahrtziel "Sonderfahrt."
„Das ist eine interne Aktion, deshalb waren die Medien nicht eingeladen“, sagt ein Rathaussprecher. Oberbürgermeister Jürgen Dupper war mit einigen wenigen auserwählten Vertretern der Stadtwerke und des Rathauses an Bord. 

Was den Passagieren aufgefallen ist? Kein Motor, der faucht und aufheult, sanftes, ruckfreies Anfahren. Für die Fußgänger und Radfahrer draußen eine Wohltat: kein Dieselgestank, keine Rußpartikel. Der E-Bus ist ein Verkehrsmittel, das keinen Auspuff braucht.

In Südtirol auf Bergstrecken getestet
Die Stadt Passau will den Test des Elektrobusses in einer späteren Pressemitteilung verkünden. Die Tests waren für Sommer angekündigt. Bei dem Testbus handelt sich um ein Produkt der polnischen Omnibus- und Straßenbahnherstellers "Solaris", das im vorigen Herbst auf bergigen Strecken in Südtirol auf seine Praxistauglichkeit geprüft worden ist. Der Elektro-Bus (8,9 Meter lang, 27 Sitz- und 35 Stehplätzen) erzielt eine Reichweite von rund 150 Kilometern. Der "Solaris Urbino Electric" ist zum „Bus des Jahres 2017“ gekürt worden. Es ist der erste Titel dieser Art für einen Batteriebus. Die Reichweite entspricht im Pkw-Vergleich dem alten Model des "Renault ZOE", den dieses Magazin für Reporter- und Vertriebseinsätze im Stadtgebiet verwendet.

1,7 Millionen Euro für alte Technik

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Statt auf die neue Technik zu warten, haben die Entscheider über den Passauer Nahverkehr letzte Woche auf alte Diesel-Technik gesetzt: Statt kürzere Taktung, längere Fahrzeuge: fünf Gelenkbusse. (PR-Foto: Stadt Passau)
Statt auf die neue Technik zu setzen, die Batterietechnik und ihre Reichweiten entwickeln sich rasant, hat die Stadt Passau letzte Woche für 1,7 Millionen Euro fünf Gelenkbusse mit Verbrennungsmotor gekauft. Passau hätte eine Vorreiterrolle verdient. Bei der Feinstaubbelastung rangiert die Provinzmetropole weit vorne mit bayrischen Großstädten.

Dreckschleuder Citybus
Der Citybus, der als altes Dieselmodell die Altstadt mit Lärm und Abgasen belastet, könnte frühestens 2018 elektrisch rollen. Die Stadtwerke hatten den Vertrag eines privaten Betreibers nochmals verlängert. Kleine Orte im Passauer Land setzen auf die Zukunft: In Bad Füssing soll dieses Jahr der ersten selbstfahrende Elektrobus rollen.

 

Fotos: Tobias Köhler

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KULTUR AM BILDSCHIRM
20.01. | Mittwoch

Gefangenenchor aus Venedig
 
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Bewegendes Neujahrskonzert aus dem Opernhaus von Venedig, "Teatro des Fenice". Mit Verdis "Nationalhymne" aus "Nabucco" ab Minute 44.30. Mehr als 100 Mitwirkende mit Mund-Nasenschutz, auch 12 Sängerinnen und 32 Sänger mit Masken, nur die 19 Musiker der Blasinstrumente sind befreit. Leitung: der britische Maestro Daniel Harding. Auf TV "Arte" abrufbar bis 31. Januar.


07:00 Uhr
OPERNHAUS
Madama Butterfly
 

Giacomo Puccinins weltberühmte Oper erzählt die tragische Liebesgeschichte der Geisha Cho-Cho-San, die vom in Japan stationierten Offizier Pinkerton mit einem Kind sitzengelassen wird. In den Hauptrollen: Yitian Luan als Cio-Cio San und Jeffrey Nardone als Pinkerton.


12:00 Uhr
OPERNHAUS
Die Fledermaus
 
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Hier am Heimkino erleben: Verwechslungskomödie von Johann Strauß um den leichtlebigen Gabriel von Eisenstein und seine untreue Frau Rosalinde. Gilt als Klassiker der Wiener Operettenära und führt eine dekadente Gesellschaft vor.  


13:00 Uhr

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