Nachrichten | Saturday, 04. April 26

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Szene aus dem Theaterstück des spanischen Barocks: Vom Schicksal eines Prinzen, den die Sterne verfluchten. (Foto: Peter Litvai)
Opernhaus

„Das Leben ein Traum“ in Passau: Einmalige Premiere nach Ausfall

Passau – Ein junger Prinz wächst im Gefängnis auf, ohne zu wissen, wer er ist. Als er plötzlich als König erwacht, wird er gewalttätig – und wieder eingesperrt.

So beginnt „Das Leben ein Traum“ von Pedro Calderón de la Barca (1600–1681), das heute Abend im Stadttheater Passau Premiere hat. Die Aufführung ist eine Ausnahme: Sie findet nur einmal statt, weil mehrere geplante Vorstellungen nach der Verletzung eines Hauptdarstellers ausfallen mussten.

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Szene aus dem Theaterstück des spanischen Barocks: Vom Schicksal eines Prinzen, den die Sterne verfluchten. (Foto: Peter Litvai)
Calderón schrieb das Stück im Barock, geprägt von Religion und der Vorstellung einer vorbestimmten Ordnung. Im Kern steht eine einfache Frage: Woran erkennen wir, was wirklich ist? Und wie soll ein Mensch handeln, wenn selbst die Wirklichkeit unsicher erscheint?

Im Zentrum steht König Basilius von Polen. Eine Prophezeiung hat ihm vorausgesagt, dass sein Sohn Sigismund ihn stürzen und das Reich ins Unglück führen werde. Aus Angst lässt er das Kind isoliert in einem Turm aufwachsen. Jahre später will er Gewissheit. Sigismund wird betäubt, ins Schloss gebracht und als König geweckt. Für kurze Zeit erhält er Macht – und bestätigt die Vorhersage: unbeherrscht, brutal, rücksichtslos. Basilius lässt ihn erneut einschläfern und zurück in den Turm bringen.

Regie und Bühne: Peter Oberdorf (seit 2012 am Landestheater Niederbayern). Kostüme: Katharina Raif. Es spielen: Joachim Vollrath (Basilius), Julian Ricker (Sigismund), Paul Behrens (Astolfo), Reinhard Peer (Clotaldo), Katharina Schmirl (Rosaura), Tabea Günther (Estrella).

Das Stück gehört zu den bekanntesten Texten des europäischen Theaters. Es behandelt keinen historischer Stoff, sondern übt ein Gedankeexperimant.

red

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