Nachrichten | Donnerstag, 06. Juni 24

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Schaufel und Stiefel im Schlamm. (Foto: Stefan Schopf/ Bürgerblick)
Dreiflüssestadt

Hochwasserhilfe: Was betroffene Passauer wissen sollten

Passau - Ein Regenguss mit einer Intensität von 64 Liter pro Quadratmeter, in der Summe 15 Liter, hat am Nachmittag die Menschen im überfluteten Passau besorgt. Die Donau verharrt den vierten Tag auf der höchsten Warnstufe 4 (über 8,50 Meter) bei 8,80 Meter.

Das Rathaus gibt Handreichungen für die Betroffenen in den überfluteten Stadtteilen:

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    Vom Balkon aus die Arbeit der Bagger betrachten: Schlamm schaufeln. (Foto: Stefan Schopf/ Bürgerblick)
    Passau räumt auf:
    Menschen, die ehrenamtlich helfen wollen oder Hilfe benötigen melden sich beim Bürgertelefon 0851 396 866. Es ist geschaltet von 8 bis 16 Uhr. Hier werden die Einsätze koordiniert.
     
  • Es gibt Geld: Privathaushalte erhalten für nicht versicherte Schäden eine Soforthilfe bis zu 5.000 Euro, um beschädigten oder verlorenen Hausrat zu ersetzen. Formular „Soforthilfe Haushalt/ Hausrat“ausfüllen, Anlagen beifügen, die Datenschutzerklärung lesen und zurücksenden an finanzhilfen@passau.de.

    Das zuständige Büro wird ab Montag im Neuen Rathaus eingerichtet, am Freitag noch im Alten Rathaus Zimmer 314 und 315 im zweiten Stock.
     
  • Wohin mit dem Flutmüll? Die Stadt hat drei Sammelplätze für zerstörten Hausrat und Inventar auf umzäunten Plätzen eingerichtet: Rathausplatz, im Ort vor dem Lukas-Kern-Waisenhaus, an der Ecke Stromlänge/ Achatiusstraße.
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    Türen trocknen. (Foto: Stefan Schopf/ Bürgerblick)
  • Zwei Straßensperren sind aufgehoben: Bundesstraße 388 im Bereich der Löwmühle (nördliches Donauufer) und seit gestern die Bundesstraße 12 in der Ilzstadt, Freyunger Straße (linkes Ilzufer).
     
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    Ministerpräsident Söder beim Hochwasserspaziergang mit OB Dupper (Sonnenbrille). (Foto: Stefan Schopf/ Bürgerblick)
    Ministerpräsident Markus Söder 
    hat den Betroffenen der Fluten in Bayern schnelle Hilfe versprochen. Es wurden 100 Millionen Euro genannt. So viel hatten 2013 Bund und Land Bayern in der Summe an Hochwasserhilfen ausgeschüttet. Allein in Passau waren damals die Schäden mit 200 Millionen Euro beziffert worden. Es flossen Millionensummen in Aufbauhilfe, Flutsanierung und Flutschutz. Die Sachschäden fallen heute in einem hochwasserertüchtigten Passau deutlich geringer aus als anderswo. Zudem sind Ölheizungen im Hochwassergebiet weitgehend verschwunden, sodass die Soforthilfe „Ölschäden an Gebäuden“ auch nach Einschätzung des Rathauses in Passau nicht benötigt wird.

    Nähere Auskünfte zu Staatshilfen erteilt die Stadtkämmerei 0851 396 163. Darüber hinaus gibt es sogenannte Notstandsbeihilfen oder Staatsbürgschaften aus dem „Härtefond Finanzhilfen“.

    Fotogalerie: Stefan Schopf/ Bürgerblick
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24. Juni 2024
 
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