Nachrichten | Thursday, 02. July 26
Kindesmissbrauch, Hitlergruß, UmweltverbrechenProzess gegen Abbruch-König Karl beginnt im Herbst Der Strafprozess vor dem Landgericht Passau gegen den "Abbruch-König" Günther Karl, 80 Jahre alt, und seinen Mitangeklagten rückt näher.
Das Landgericht hat entschieden, die Anklage nur noch in den aus seiner Sicht wichtigsten Punkten zu verhandeln. Es geht weiterhin unter anderem um den Vorwurf des Betrugs, der Urkundenfälschung und um mehrere mutmaßliche Verstöße gegen Umweltvorschriften. Aus dem Verfahren herausgenommen wurden zunächst drei Bauprojekte: die Papierfabrik in Dachau, ein Grundstück in Höllmannsried sowie die Recyclinganlage in Hengersberg. Die Staatsanwaltschaft muss die Anklage jetzt entsprechend überarbeiten. Nach derzeitiger Planung wird die Hauptverhandlung frühestens im Oktober beginnen.
Die Karl-Gruppe hat gerade das Gelände der Eterna-Hemdenfabrik erworben. Die 1966 gegründete Baugesellschaft wird seit Mai 2022 vom 38-jährigen Sohn geführt. Karl sen. hat sich seit jeher auf den Erwerb von Industriebrachen und deren Neuentwicklung konzentriert. Zu den Beteiligungen gehören Bau- und Abbruchfirmen, Textilwerke, eine Papierfabrik in Teisnach, eine Spinnerei in Bayreuth, eine Ventilatorenfabrik in Göttingen, vier Tochtergesellschaften in Berlin und sieben Wasserkraftwerke.
20 Jahre nach den ersten Taten beginnt der Prozess. Der Mann räumte einzelne Taten ein, spielte das Ausmaß jedoch herunter.
Den Missbrauch des Nachbarmädchens, das heute 28 Jahre alt ist und als Zeugin aussagte, soll er selbst gefilmt haben. Die Aufnahmen wurden bei einer Hausdurchsuchung von der Kriminalpolizei sichergestellt.
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Sonntag
5. Juli 2026
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