Passau - Um 3.30 Uhr früh stand fest, wie der neue Passauer Stadtrat aussieht.
Nach einer langen Wahlnacht sind die 44 Sitze verteilt – mit stabilen Kräften, mehreren Verlusten und einigen überraschenden Aufsteigern. Mehrere bekannte Namen verlieren dagegen ihr Mandat.
Größte Fraktion bleibt die CSU mit neun Sitzen – unverändert gegenüber der letzten Wahl. Michael Hasenberger scheidet aus dem Gremium aus, Alois Ortner war nicht mehr angetreten. Zum größten Gewinner dieser Liste gehört Andreas Dittlmann. Der frühere FDP-Politiker machte einen Sprung von Listenplatz 14 auf 2.
Dahinter folgt die SPD mit acht Mandaten, sie verliert allerdings zwei Sitze. Der frühere Oberbürgermeister Jürgen Dupper wechselt in den Stadtrat. Es scheitern der ehemalige Fraktionsführer Markus Sturm, der von Listenplatz 3 auf 9 zurückfällt, sowie Katja Reitmaier (von 2 auf 10). Ebenfalls nicht mehr im Stadtrat vertreten ist Manfred Springinklee.
Bei der CSU sitzen neu in den Reihen Markus Rohmann, der sich von Listenplatz 12 auf 6 vorarbeitete, sowie Rudolf Karlstetter ein, der einen besonders großen Sprung schaffte: von Platz 39 auf 9.
Die Grünen kommen auf sechs Sitze (minus eins), ebenso viele stellt weiterhin die ÖDP. Bei den Grünen kommt Andreas Pontz neu ins Gremium, bei der ÖDP Johanna Seitz. Bei den Grünen verliert Boris Burkert seinen Sitz, ebenso Franz Prügl bei der ÖDP.
Die Linke zieht künftig mit drei Stadträten ins Gremium ein. Sie ist mit einem Plus von zwei Sitzen der größte Wahlgewinner. Verena Hartmann, Phillip Dafinger und Nika Kolitz, Letztere die OB-Kandidatin, heißen die neuen Stadträte.
Auch FDP und AfD gewinnen jeweils einen Sitz hinzu und kommen nun auf je drei Mandate. Bei der FDP gelingt dem einstigen ÖDP-Stadtrat Sebastian Frankenberger nach mehr als zehn Jahren politischer Abstinenz der Einzug – er verbessert sich von Platz 8 auf 3. Auch die AfD schickt drei neue Vertreter in den Stadtrat: Roland Kempf, Marlene Zint-Hüttich und Anton Reischl. Robert Schregle und Kurt Hamerl verlieren ihre Sitze.
Unverändert bleiben die Gruppierungen PaL ("Passauer Liste") mit drei Sitzen sowie die ZP ("Zukunft Passau") mit einem Mandat. Neues Gesicht im Stadtrat ist Marlies Resch bei der PaL.
Die Freie Wählergemeinschaft verliert einen Sitz und stellt künftig zwei Stadträte. Martin Burkert verliert sein Mandat.
Parteiwechel wird nicht immer belohnt. Karl Synek zieht nach seinem Wechsel von den Grünen zur Liste PaL nicht mehr in den Stadtrat ein. Christa Tausch wechselte von der FDP zur CSU, schaffte jedoch ebenfalls kein Mandat.
In der Gesamtschau gibt es drei Gewinner und drei Verlierer: Linke: 3 (+3,6 %), FDP: 3 (+3,5 %), AfD: 3 (+1,9 %), CSU: 9 (−1,2 %), Grüne: 6 (−4,3 %), SPD: 8 (−4,5 %).
red