Nachrichten | Wednesday, 18. March 26

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Wer einen Aufkleber "Keine Werbung" am Briefkasten hat, erhielt das städtische PR-Druckwerk nicht. (Foto: mediendenk)
Rathaus

Passau vor der Stichwahl: Dupper verschickt seine Amtsbilanz

Fünf Tage vor der Stichwahl lässt Oberbürgermeister Jürgen Dupper (SPD) eine 70-seitiges Rathaus-Broschüre an die Passauer Haushalte verteilen.

Enthalten ist auch ein Rückblick unter dem Titel „18 Jahre Dupper“. Der scheidene OB zieht eine persönliche Bilanz seiner Amtszeit seit 2008. Themen sind außerdem Stadtentwicklung, Geschichte, Bauprojekte, Sicherheit sowie Energie und Wärme. Konkrete Handlungsanleitungen – etwa für Hausbesitzer bei der Wärmewende – bleiben bei Letzgenanntem aus, viele Aussagen bleiben allgemein.

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Die Rathaus-Broschüre mit der Bilanz von OB Jürgen Dupper. (Foto: mediendenk)
Der Zeitpunkt wirkt politisch gesetzt: Kurz vor der Entscheidung zwischen CSU und SPD vermittelt das Heft das Bild einer stabil geführten Stadt. Dupper selbst spricht von „großen Herausforderungen“ und „guter Zusammenarbeit“.

Er schreibt in seiner persönlichen Bilanz: „Passau hat so viele Einwohner wie noch nie, die Stadt bietet so viele Arbeitsplätze wie noch nie.“ „Die Zahl an Plätzen in Kindertagesstätten und Senioreneinrichtungen ist ausreichend.“ „Beim Thema Sicherheit … Videoüberwachung, mehr und bessere Beleuchtung, Alkoholverbotszonen.“ „18 Jahre keine Steuererhöhung!“ „Alte Schulden … konnten abgebaut werden.“

Die OB-Pressestelle hat das städtische Druckwerk "Passau. Gestern. Heute. Morgen" weder besprochen noch angekündigt. Es erschien erstmals im September 2024 und zweimal im Vorjahr. Die Auflage lag damals bei 15.000 Stück. Da etwa 60 Prozent der Haushalte mittlerweile den "Keine Werbung"-Aufkleber am Briefkasten haben, wurde die Verteilung nicht per Post, sondern im Eigenvertrieb erledigt - die Auflage laut OB-Büro auf 60.000 erhöht. Es liegt auch im Rathaus zur Abholung aus. 

Was auffällt: Das markanteste Bauwerk der Dupper-Amtszeit, der Fahrrad- und Gehwegtunnel durch den Georgsberg, bleibt unerwähnt. Dagegen ist der altersschwachen Prinzregent-Luitpold-Brücke, der „Hängebrücke“, ein Beitrag gewidmet.

red

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