Nachrichten | Tuesday, 10. March 26

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Wie die KI ein Motiv generiert, wenn die Vorgabe lautet: Diese beiden Männer sind Erzrivalen. ( KI-Illustration / mediendenk)
Kommunalwahl

Passauer Rivalenduell Dickl gegen Putzke: Stimmenvergleich und FDP-Kuriosität

Eine genauere Betrachtung verdient auch das Rivalenduell zwischen Armin Dickl und Holm Putzke.

Putzke war im Wahlkampf erkennbar daran gelegen, den CSU-Kandidaten öffentlich vorzuführen. Am Ende kam es jedoch anders als erwartet: Putzke erreichte nicht die Stichwahl.

Blickt man auf die Stimmenzahlen der Stadtratswahl, zeigt sich dennoch ein relativ enger Abstand. Dickl erhielt 13.991 Stimmen, Putzke 12.270. Das entspricht einer Differenz von 1.721 Stimmen.

Putzke verweist darauf, wie knapp er Dickl gekommen sei. Noch deutlicher fällt der Abstand beim Blick auf die Oberbürgermeisterwahl aus. Dort kam Dickl auf 4.585 Stimmen, Putzke auf 3.735 – eine Differenz von 850 Stimmen.

Die Stimmenzahl der Stadtratswahl sagt nur begrenzt etwas über die tatsächliche Zahl der Personen aus, die einen Kandidaten bewusst gewählt haben. Denn Wähler können einzelnen Kandidaten bis zu drei Stimmen geben. Theoretisch könnte ein Teil der Stimmen daher von deutlich weniger Personen stammen. Außerdem erhält ein Kandidat immer dann eine Stimme, wenn ein Wähler lediglich die gesamte Liste einer Partei ankreuzt.

Auch für diese beiden Politker gilt sich in Demut zu üben: Bei einer Wahlbeteiligung von 55 Prozent ist der Rückhalt, den sie bei 41.500 Stimmberechtigten mit 1.826.000 Stimmen haben, eher bescheiden. Bei der OB-Wahl: 11 Prozent der Wahlberechtigten stimmten für Dickl, 9 Prozent für Putzke.

Eine politische Kuriosität: Die künftige FDP-Fraktion im Stadtrat besteht – zumindest bis jetzt – aus einem Trio ohne FDP-Mitgliedschaft. Die CSU-Parteibuchträger Holm Putzke und Georg Steiner werden einem Parteiausschlussverfahren wohl zuvorkommen - und vermutlich als Parteilose diese Fraktion politisch beleben.

Das FDP-Trio ergänzt Sebastian Frankenberger. Er wiederum trat 2015 nach seiner Zeit als ÖDP-Stadtrat aus dieser Partei aus, schloss sich kurzzeitig den Grünen an und ist derzeit parteilos – „was ich auch bleiben werde“, sagt er. Dennoch fühlt er sich laut eigener Verlautbarung bis heute inhaltlich den Öko-Parteien, die sich für Umweltschutz einsetzen, verbunden.

red

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