Nachrichten | Friday, 20. March 26

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Stichwahl

Passauer Wahlbrief-Panne: Stadt und DHL widersprechen sich

Wer trägt die Verantwortung für fehlende Wahlunterlagen?

Drei Tage vor der Stichwahl stehen sich Stadt und Post mit widersprüchlichen Angaben gegenüber. Das OB-Büro betont, alle Unterlagen ordnungsgemäß übergeben zu haben. Zustellprobleme lägen nicht bei der Stadt. Der naheliegende Schluss bislang: eine Panne bei der Post.

Nun widerspricht DHL. Eine Sprecherin teilte Medien wie dem Bayerischen Rundfunk mit: Die Stadt habe 15.900 Briefwahlunterlagen angekündigt, tatsächlich seien am 13. März 2026 nur 14.213 eingeliefert worden. „Alle bei uns eingegangenen Sendungen wurden laufzeitgerecht zugestellt. Zustellprobleme unsererseits können wir ausschließen.“

Rathaussprecherin Maria Proske erklärt nach dieser DHL-Mitteilung auf Anfrage: Am 13. März seien unter drei Zeugen 15.900 Wahlbriefe in den Transporter geladen und an die Post übergeben worden. Eine entsprechende Rechnung der Post habe diese Menge zunächst bestätigt. Zudem sei eine teurere „Plus-Zustellung“ mit garantierter Zustellung am Folgetag beauftragt worden.

Tatsächlich lagen die Unterlagen bereits am darauffolgenden Samstag in vielen Briefkästen.

Brisant: Erst heute vormittag, sieben Tage, später stellte die Post eine neue Rechnung über nur 14.213 Sendungen aus. Für die Stadt kommt das überraschend.

Offen bleibt damit, wo rund 1.700 Wahlunterlagen geblieben sind – und wer die Verantwortung trägt. Der Umfang ist erheblich: Es geht nicht um Hunderte, sondern offenbar um mehr als zehn Prozent der verschickten Unterlagen.
 

red

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