Nachrichten | Friday, 22. May 26

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Szene aus "Parsifal" (Foto: Peter Litvai)
Dreiländerhalle

Pfingstsonntag: Tilchs letzter großer „Parsifal“ in Passau

Am Ende kommt Passau noch einmal zu Wagner.

Richard Wagners „Parsifal“ ist am Pfingstsonntag in der Dreiländerhalle nicht bloß ein weiterer Operntermin. Es ist Stefan Tilchs letzte große eigene Aufführung seiner Amtszeit in Passau. Danach folgen noch die Burgfestspiele.

Dass Tilch zum Schluss ausgerechnet dieses Werk wählt, passt. „Parsifal“ ist Wagners letztes vollendetes Bühnenwerk, ein Abend von fast viereinhalb Stunden. Wer das Stück nicht kennt, kann es so fassen: Ein junger Mann ohne Wissen über sich selbst gerät in eine Welt aus Gralsrittern, Schuld, Versuchung und der Hoffnung auf Heilung.

Tilch zeigt diese Geschichte nicht als frommes Museumstheater. Er verwebt  christliche Symbolik mit anderen religiösen und philosophischen Bildern, zwischen Kirchengewölbe und Lotusblumenwald. Die Kritiken zur Premiere in Landshut fielen stark aus. Gelobt wurden die Bildwelt, die musikalische Wucht und ein „Parsifal“, der überraschend kurzweilig wirke.

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Szene aus "Parsifal" mit Peter Tilch (Amfortas), Youngkug Jin (Titurel). (Foto: Peter Litvai)
Für Passau legt das Landestheater noch einmal nach. In der Dreiländerhalle soll „Parsifal“ mit noch größerer Orchesterbesetzung, 80 Mitwirkende, erklingen als bei der Landshuter Premiere. Und auch in der Besetzung dürfte der Abend unter günstigeren Vorzeichen stehen. Peter Tilch, der den Amfortas singt, war in Landshut nach einer Erkältung als stimmlich angeschlagen angekündigt worden. Reinhild Buchmayer blieb dort sogar ohne Stimme und musste ihre Partie lippensynchron spielen, während Sabine Noack aus dem Hintergrund übernahm.

Dreiländerhalle, Sonntag, 24. Mai, 16 Uhr. Ende etwa 20.30 Uhr.

Klickt Euch durch die Fotogalerie von Peter Litvai.

Besetzung am Pfingstsonntag:
Basil H. E. Coleman dirigiert, Stefan Tilch inszeniert. Bühne: Thomas Dörfler. Kostüme: Ursula Beutler. Choreografie: Sunny Prasch. Choreinstudierung: Guiran Jeong. Dramaturgie: Swantje Schmidt-Bundschuh. Musikalische Assistenz: Peter WesenAuer. Video: Florian Rödl. Es singen Peter Tilch (Amfortas), Youngkug Jin (Titurel), Stephan Bootz (Gurnemanz), Hans-Georg Wimmer (Parsifal), Kyung Chun Kim (Klingsor), Yamina Maamar (Kundry), William Diggle (1. Gralsritter), Oscar Marin-Reyes (2. Gralsritter), Emily Fultz (1. Knappe), Reinhild Buchmayer (2. Knappe), Stefan Metzger (3. Knappe), Gabriel Bittner (4. Knappe). Als Blumenmädchen wirken Emily Fultz, Theresa Krügl, Sabine Noack, Natasha Sallès, Reinhild Buchmayer und Réka Szabó mit.

Kritik Michaela Schabel

Kritik Edith Rabenstein

 Kritik Markus Thiel

Kritik Klaus Billand

red

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