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Nachrichten | Montag, 13. September 21

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So berichtet der Bayerische Rundfunk über "Wahlhelfer" Max Pöchmann (16). (Quelle: BR)
Bundestagswahl

BR und PNP werben für niederbayerischen Wahlomat, der Scheuer ausblendet

Der Bayerische Rundfunk hat heute einen niederbayerischen Wahlomat als Wahlhelfer angepriesen, den ein 16-jähriger Lagerlogistiklehrling entwickelt hat. Die PNP zieht heute nach. Die Lücken, die das Werkzeug aufweist, bleiben unerwähnt: Im Wahlkreis Passau beispielsweise sind die Kandidaten der CSU und ÖDP nicht eingepflegt.

Wie hilfreich ist ein Wahlhelfer, der die größte bayerische Partei und eine konservative Öko-Partei, die in Bayern sechs Bürgermeister stellt, unter den Tisch fallen lässt?

Entwickler Max Pöchmann erklärt auf seiner Webseite: „Zur Teilnahme am Wahlhelfer wurden alle zugelassenen Kandidaten eingeladen.“ 9 von 11 Direktkandidaten hätten die Thesen beantwortet, schreibt er zum Wahlkreis Passau. Eine nachträgliche Aufnahme in den Wahlhelfer sei nicht möglich, wie er dem Bayerischen Rundfunk erklärte.

In einem Telefonat mit dieser Redaktion betont er, alle Betroffenen seien nicht nur per E-Mail, sondern auch per Post und Telefon kontaktiert worden; selbst Facebook- und Instagram-Kanäle habe er benutzt. Ob CSU oder Gartenbauverein, er würde alle Parteien gleichbehandeln. Deshalb sei beim Passauer Wahlkreis im Einleitungstext nicht explizit erwähnt, dass CSU und ÖDP fehlten. „Bei den Fragen und Antworten werde ich es ändern,“ verspricht er. Die Webseite erstellte er angeblich ohne fremde Hilfe. "Ich habe mir vieles über Youtube-Videos angeeignet."

Der 16-Jährige ist möglicherweise von dem vielbeschäftigten Verkehrsminister Andreas Scheuer nicht ernst genommen worden. Die betroffene ÖDP-Kandidatin Johanna Seitz muss auf Anfrage eingestehen, dass sie Pöchmanns E-Mail vom 4. August übersehen habe. Sie erhalte unzählige solcher Anfragen. Das Projekt des 16-Jährigen hält sie für eine "gute Idee".

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