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Nachrichten | Sonntag, 18. Juli 21

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Der Inn heute bei Hochwasser in Passau. (Foto: mediendenk)
Schnapsidee in Hochwassernacht

Mit Schlauchboot im reißenden Inn gekentert

Als hätten die Einsatzkräfte in dieser Hochwassernacht nicht genug zu tun…

In der schwülen Julinacht kamen zwei Männer, 35 und 40 Jahre alt, auf die wahnwitzige Idee, mit Schlauchbooten einen Ausflug über die hochwasserführenden Flüsse zu unternehmen. Sie ließen sich die Donau hinabtreiben, die vom reißenden Inn gestaut behäbig und mit 19 Grad angenehm temperiert dahinzieht. 

Am Dreiflusseck wurden die Fahrlässigen gesichtet, Notrufe von Augenzeugen abgesetzt, die Hilferufe hörten. Das Ansinnen der Schlauchbootfahrer, über den Inn hinweg ans südliche Ufer der Innstadt zu gelangen, scheiterte. Die Strömung des Gebirgsflusses riss sie mit. Sie kenterten 600 Meter flussabwärts von der Eisenbahnbrücke in Achleiten und trieben an der österreichischen Grenze auf die Donauinsel Soldatenau zu. Dort konnten sie sich an Treibgut festhalten bis ihre Retter eintrafen.

Drei Feuerwehr- und drei Polizeibesatzungen sowie ein Rettungswagen waren im Einsatz, die in Not Geratenen zu retten. Da Badeausflüge in der Schifffahrtsrinne nicht erlaubt sind, haben sie mit einer Anzeige zu rechnen. Sie begannen ihre Flussfahrt angeblich in Plattling. Drei Gummiboote hatten sie für Proviant und Getränke im Schlepptau. Nach Angaben der Polizei waren sie leicht alkoholisiert.

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